Samstag, 28. März 2009

Londoner Polizisten bekommen Mikrochips

RoboCops – 31.000 Londoner Polizisten bekommen Mikrochips zur totalen Überwachung

Udo Ulfkotte

»RoboCop« ist ein amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahre 1987. Ein im Dienst ermordeter Polizist erwacht im Körper eines Roboters zu neuem Leben. Genau so fühlen sich nun 31.000 Polizisten im Großraum London, die mit Hilfe von Mikrochips auf Schritt und Tritt verfolgt werden sollen.

Unter den 31.000 Londoner Polizisten herrscht helle Aufregung. Denn man hat ihnen mitgeteilt, dass sie zu "ihrer eigenen Sicherheit" alle mit Mikrochips ausgestattet werden, die ihren Aufenthaltsort rund um die Uhr auf etwa einen Meter genau lokalisieren. Die Überwachungsergebnisse werden in der Zentrale der Londoner Polizei (MET) auf Großbildschirmen angezeigt und von Sicherheitskräften genau verfolgt. Die Polizisten beruhigt es da wenig, dass auch der Londoner Polizeichef Sir Ian Blair (er ist nicht mit dem früheren Premierminister Tony Blair verwandt) einen solchen Mikrochip bekommen wird.

Automatisches Personal-Ortungssystem (Automated Personal Location System – APLS) nennt man die technische Neuerung, die für Sorge und Unmut unter den Polizisten sorgt. Die Firma Telent rüstet die Polizisten mit den Mikrochips aus und behauptet ebenso wie die Chefetage der MET, dass es fortan mehr Sicherheit für jeden einzelnen Polizisten geben werde, weil dieser auf Schritt und Tritt lokalisiert werden könne – selbst wenn er sich in einem U-Bahn-Tunnel bewegt. Die Polizisten sehen in der Ausrüstung, die schon von Mai an verteilt werden wird und zwangsweise getragen werden muss, einen "Big Brother".

Britische Zeitungen sprachen mit Polizisten, die sich fühlen wie Kriminelle, die mit elektronischen Fußfesseln ausgestattet werden. Die Polizisten haben einen einsichtigen Grund, sich über die teuren neuen Mikrochips zu wundern: ein jeder von ihnen hat ein Funkgerät, das mit GPS ausgerüstet ist und schon jetzt ständig ihre jeweilige Position an die Zentrale meldet.

Und die Behauptungen, die aktuell eingesetzten GPS-Antennen der Londoner Polizisten seien technologisch nicht auf dem neuesten Stand, erscheinen merkwürdig, wenn man sich die Produktinformationen beim britischen Hersteller Sarantel anschaut: Es gibt keine – bekannten – Eigenschaft der Mikrochips, die über die derzeit von den Londoner Polizisten verwendeten Sarantel-GPS-Antennen hinausgingen. Das legt dann eben doch den Verdacht nahe, dass die Mikrochips über technische Neuerungen verfügen, die bislang in der Öffentlichkeit nicht bekannt sind. Werden die Polizisten also doch RoboCops ...?

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