Samstag, 20. Juni 2009

Wie die Medien die Berichterstattung über den Iran fälschen

von Freeman , für Schall und Rauch

Die westlichen Medien wiederholen penetrant die Behauptung, die Wahlen im Iran sind gefälscht, zeigen Bilder von Demonstrationen der Opposition, dabei fälschen sie selber die Berichterstattung. Hier zeig ich euch ein Beispiel wie die Vorgänge im Iran mit manipulierten Fotos falsch dargestellt werden.

Die LA Times zeigt ein Bild einer Pro-Ahmadinedschad Demonstration und man sieht er winkt von der Bühne seinen Anhängern zu:


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Eine andere Aufnahme aus gleichen Blickwinkel, die selbe Menschenmenge, Hintergrund, Gebäude, Bäume ... aber die BBC zeigt Ahmadinedschad nicht und sagt es wäre eine Pro-Moussavi Demonstration, ... eine komplett falsche Darstellung. Das Foto wird untertitelt mit der Beschreibung:

"Anhänger von Mir Hossein Moussavi trotzen dem Demonstrationsverbot".


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Ach so, es gibt auch Massendemonstrationen FÜR!!! Ahmadinedschad. Ich hatte den Eindruck aus unseren Medien, das ganze iranische Volk ist gegen ihn. Und es werden sogar Bilder dieser Menschenmenge benutzen um uns glauben zu lassen, es sind seine Gegner. Sagenhaft diese Verarsche!

Nach Protesten aufmerksamer Leser des Blogs von Mike Rivero hat die BBC den "Fehler" zugegeben und entschuldigt sich dafür in diesem Artikel.

Wie seriös und zuverlässig sind die Qualitätsmedien (lach) und welche "Fehler" machen sie noch die nicht auffallen?


Das ist nicht das erste mal dass die BBC dabei erwischt wurde, auf unzulässige Weise Bild- und Videomaterial zu bearbeiten und für politische Propaganda zu benutzen. Während dem Fall von Bagdad im April 2003 übertrugen die BBC und andere Vertreter der Mainstream-Medien Nahaufnahmen des „Massenaufstandes“, wobei Iraker mit Hilfe von US-Truppen die Saddam-Hussein-Statue am Fardus Square abrissen. Die Nahaufnahmen wurde dazu benutzt um zu unterstellen, dass Hunderte oder sogar Tausende Iraker an einer dem Fall der Berliner Mauer ähnlichen „historischen“ Befreiung teilhaben würden. Als dann im Internet Weitwinkel-Aufnahmen veröffentlicht wurden die nie im TV übertragen worden waren, kam die Wahrheit über den „Massenaufstand“ ans Licht. Die Menge um die Statue herum war sehr spärlich und bestand größtenteils aus US-Truppen und Journalisten. Die BBC musste später zugeben, dass nur „Dutzende“ Iraker am Sturz der Statue beteiligt waren. Die ganze Szene war eine einzige Farce, durch die Zurückhaltung der Weitwinkel-Aufnahmen wurde die Welt davon überzeugt, es hätte sich bei dem Ereignis um einen triumphalen und historischen Massenaufstand der irakischen Bevölkerung gehandelt. Welche Ansichten über die Legitimität von Ahmadinejad und die Genauigkeit der iranischen Wahlergebnisse sie auch immer haben mögen, die Tatsache dass das angloamerikanische Establishment und seine Medienorgane das Chaos im Iran ausnutzen und weiter anheizen um ihn noch mehr zu destabilisieren, steht außer Frage. In der Tat hat das US State Department, welches routinemäßig das Internet als Werkzeug von Extremisten und Terroristen dämonisiert wenn es dazu genutzt wird die US Außenpolitik zu kritisieren, heute den beispiellosen Schritt unternommen zu erbitten, dass Twitter.com

„geplante Wartungsarbeiten verschiebt damit iranische Demonstranten es weiter dazu nutzen können, um Bilder und Berichte der Unruhen zu veröffentlichen,“

wie die London Times berichtet.

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