Freitag, 27. März 2009

Google versucht die Neutralität des Internet-Datenverkehrs zu beenden

Bericht: Google versucht, Geschäfte abzuschließen die würden

Steve Watson & Paul Watson
Infowars.net
Monday, Dec 15, 2008



Laut einem Bericht versucht Google Inc, Internet-Provider und Telefonunternehmen davon zu überzeugen, eine separate Schnellstraße im Internet-Datenverkehr zu schaffen, exklusiv für die Inhalte des Suchmaschinen-Giganten. Google ist jahrelang einer der größten Befürworter der sog. Internet-Neutralität gewesen, was bedeutet dass sämtlicher Internet-Datenverkehr die gleiche Priorität besitzt. Die Publikation WallStreet Journal enthüllt jedoch nun dass der Konzern, dem inzwischen Youtube gehört, eine eigene Überholspur haben möchte. Dieser Präzedenzfall würde es Konzernen generell ermöglichen, Internet-Provider für bevorzugte Behandlung zu bezahlen. Kleinere Unternehmen und Webseiten könnten auf einer Bummelspur landen was es unmöglich machen würde, mit der Elite der Konzerne mitzuhalten. Verteidiger der Internet-Neutralität sagen, dies würde einer Art der Zensur gleichkommen und das einheitliche Spielfeld zerstören welches den größten technologischen Fortschritt in der menschlichen Geschichte hervorgebracht hat.

Ein solcher Schritt könnte unweigerlich zu einer Situation führen, in der ein paar wenige Konzerne ein Monopol besitzen über Online-Inhalte und deren Verbreitung. Ironischerweise hat sich Google bislang als ein vehementer Befürworter der Netz-Neutralität präsentiert und dem Konzern wurde häufig vorgeworfen, Provider
ohne finanzielle Gegenleistungen ausgenützt zu haben. Google reagierte mit der Behauptung, dass der Bericht im Wall Street Journal "durcheinander" sei und bekräftigte die Unterstützung der Netz-Neutralität. GigaOM berichtet dass Googles Unterfangen mit dem Namen OpenEdge ein Plan sei, um die sog. Edge-Caching Devices direkt mit den Network Operators zu bündeln, damit die Benutzer dieser Breitband Carrier einen schnelleren Zugang zu den Inhalten von Google und Youtube erhalten. Google leugnete jedoch nicht dass angestrebt wird, ihre Datenpakete anderen voranzustellen indem Internet-Carrier bezahlt werden.

Das ursprüngliche Prinzip des www war die Eigenschaft eines dezentralisierten Kommunikationsmediums, eines "nautralen Netzwerks". Es gibt keine Obrigkeit wie bei Fernsehnetzwerken, der die Protocol User und die Distributoren von Inhalten gehorchen müssen. Dies ist, was das Internet wirklich frei macht. Auch wenn die Richtlinien der US-Behörde Federal Communications Commission zugunsten der Netz-Neutralität ausfallen, gibt es kein konkretes Gesez welches Carrier davon abhalten kann,
die Überholspuren zu schaffen und dadurch mehr Umsatz zu machen. Die FCC-Regeln im Bezug auf die Netz-Neutralität wurden in den vergangenen Jahren aufgeweicht was es Kommunikationsunternehmen wie AT&T und Verizon gestattet hat, öffentlich die Absicht zu verkünden, Internet- Überholspuren zu schaffen. Andere Konzerne wie Comcast wurden dabei ertappt, Internet-Verkehr zu verzögern was ebenfalls eine Form der selektiven Bevorzugung ist. Solche Schritte von Seiten der Carrier gehen einher mit den Filterungen von Webseiten die Regierungen als kontrovers betrachten, eine Praktik die nicht nur im kommunistischen China sondern auch in der sogenannten freien Welt vorherrscht. Ebenso ist die Agenda, ein neues Internet namens "Internet 2" zu etablieren. Dieses wäre schneller, teurer und darüberhinaus unter der Kontrolle der Provider. Nur "angemessene" Inhalte würden von der FCC oder vergleichbaren Regierungsbehörden akzeptiert werden; alles andere würde in die Bummelstraße abgedrängt werden. Die Befürworter der verschiedenen "Internet 2"-Projekte versichern ständig dass das gegenwärtige Internet "tot" sei oder "im Sterben inbegriffen" sei. Es wird dabei das Problem genannt, immer mehr Bandbreite zur Verfügung zu stellen. Die Bandbreite ist jedoch kaum begrenzt, solange Carrier sie zur Verfügung stellen, aber die Fortführung eines neutralen Internets bedeutet weniger Kontrolle und weniger
Profite für die Konzernelite. Wir sind Zeuge der ersten Schritte auf dem Weg zu einer Zentralisierung und Zensur des Internets. Ein Internet ohne Neutralität würde hauptsächlich den politischen und finanziellen Interessen der Konzerne und Regierungen dienen.

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