Donnerstag, 2. April 2009

Die Klima und CO2 Lüge

Klima-Überraschung? Welche Klima-Überraschung?

Die Lüge der Klimakatastrophe
Mitte der 80er Jahre war ich als CEO einer US-Firma tätig, die sich exklusiv mit Klimafragen beschäftigte; so auch mit Fragen den Nutzung der Sonnenenergie. Für Sonnenkollektoren und Photovoltaik-Anlagen gab es Zuschüsse vom Staat. Dafür zu kämpfen war eine meiner Aufgaben. Da die Nachbarstaaten meine Arbeit gut fanden, erweiterten sich meine Aufgaben (zu meinem Ärger). So konnte es nicht ausbleiben, dass ich als Präsident unserer Firma Mitglied in Ausschüssen und Delegationen wurde und bei Sitzungen und Tagungen zum Thema Klima Mitwisser und Insider der Beschlüsse der „Großen von Wirtschaft und Politik“ wurde.
Anlässlich einer dieser Meetings, auf denen festgelegt wurde, wie man das Wort „Klimakatastrophe“ kommerzialisieren kann, lernte ich u. a. Nigel Calder, Wissenschaftsautor und ehemaligen Herausgeber von „New Scientist“ kennen. Wir sprachen flüchtig über die Auswirkungen dieser hier geplanten Beschlüsse. Nigel Calder hat die Entstehung des UN-Klimarates IPCC von Anfang an journalistisch begleitet, während ich nur als „Beisitzer“ tätig war. Wir beide ahnten damals nicht, wo die Diskussionen und Beschlüsse für das geplante IPCC hinführen würden.
Nigels Verdienst war und ist es, dass er mitbekam, dass die Institution IPCC, die nunmehr die Menschen auf Erden mit einer fingierten Klimakatastrophe beglückt, nicht dazu gegründet wurde, um wissenschaftliche Arbeiten zu betreiben, sondern einzig und allein politischen Zielen dienen sollte.

Die jetzt und hier gelieferte Klima-Überraschung wurde möglich und nötig durch folgendes Faktum:

Die Erwärmung der Erde und eine Änderung der globalen Klimaverhältnisse mag Realität sein, aber:

Die angeblich „Mensch-gemachte Klimaerwärmung" ist kein Produkt der Menschheit, wie behauptet, sondern ein solches der sogenannten Wissenschaftler beim IPCC.

Damit jeder versteht, was ich meine: Der „Anthropogene Treibhauseffekt", also derjenige, der dafür angeblich verantwortlich ist, dass die Erde sich erwärmt, wurde und wird von den sogenannten Wissenschaftlern seit vielen Jahren in die jeweilige Richtung moduliert oder manipuliert, die benötigt wird. Benötigt wozu? Um den Auftrag des IPCC zu erfüllen, den Menschen zu überführen, dass er wegen zuviel CO2-Produktion an der Erwärmung der Erde schuld ist.

Warum das Katastrophenszenario des IPCC ein Lügengebäude ist!

Im vorangegangenen Text wurde gezeigt, welche Ziele der Weltklimarat (IPCC) verfolgt und welcher Mittel er sich bedient, um die Behauptung zu stützen, daß auf die Erde eine menschenverursachte Klimakatastrophe zukommt. Weil aber nicht sein kann, was nicht sein darf, kehrt das IPCC folgende, zumeist nicht anthropogen verursachten Fakten, unter den Tisch:

1. Es wird behauptet, daß sich die Erde von 1860 bis 2005 um 0,71° erwärmt hat. Damals gab es kein Gerät, welches Temperaturen auf einhundertstel Grad genau messen konnte. Damit ist der Basiswert und somit auch das Endergebnis falsch.
2. Es wurden nie weltweite Proben des CO2-Gehaltes der Luft entnommen, sondern ein einziger Wert, der des Observatoriums des Mouna Loa auf Hawaii, zu Grunde gelegt.
3. Von den 6 Spurengasen der Luft wurde Wasserdampf, (ca. 2/3 Anteil in der Luft) ausgeschlossen, wodurch sich der Anteil des CO2 automatisch erhöht.
4. Der Einfluss die Sonne auf die Erderwärmung wurde, da nicht menschverursacht, nicht berücksichtigt.
5. Die entscheidende Temperaturkurve (Hockeystick-Kurve), welche den Beweis liefern sollte, daß die Erhöhung der Erdtemperatur eine Folge der Erhöhung von CO2 in der Luft ist, wurde gefälscht. Die Wissenschaftler McIntyre und McKitrick entlarvten diese Fälschung, woraufhin das IPCC sich lange weigerte, eine Berichtigung durchzuführen.
6. Für die Existenz von Wolken, die die Sonnenwärme zur Erde durchlassen, gibt es keine Berechnungen. Wolken werden also bei der Berechnung der Erwärmung der Erde eliminiert.
7. 72% der Erdoberfläche ist von Wasser bedeckt. Die Ozeane beherbergen mit weitem Abstand das meiste CO2 der Erde. Kaltes Wasser kann mehr CO2 aufnehmen als warmes Wasser. Es gibt keine wissenschaftlich stabilen Untersuchungen darüber, wie viel CO2 die Meere abgeben, wenn sie sich erwärmen.

Weil diese Fehlerquellen aber nicht ins Konzept der anthropogen verursachten Klimakatastrophe paßt, hieß es schon 1998 in einem Bericht des IPCC: „ Um Aufmerksamkeit zu erregen, brauchen wir dramatische Statements und keine Zweifel am Gesagten. Jeder von uns Forschern muß entscheiden, wie weit er eher ehrlich oder eher effektiv sein will.“

Wenn man den Menschen überführen kann, dann kann man ihm neue Gesetze aufbrummen und mit diesen kann man abkassieren. Und? Na, denken Sie doch mal nach. Mit jedem Euro, der wegen neuer Gesetze von Lieschen Müller und Otto. N. bezahlt werden muss, kassiert der Staat, der ja noch nie mit Geld umgehen konnte, 19% Mehrwertsteuer. Endlich kapiert, wem die Klimakatastrophe gut tut?

Alle Unterzeichnerstaaten des Kyoto-Abkommens sind stark verschuldet. Allen tut somit die „fabrizierte“ Klimakatastrophe sehr gut. Genau dazu ist sie ja erfunden worden.

Wer sind diese Menschen, die bewusst falsch Zeugnis wider ihren Nächsten ablegen?

Es sind sogenannte Wissenschaftler. Fast ausnahmslos Menschen, die in abhängiger Arbeit das tun, was ihnen als Arbeit von ihrem Arbeitgeber auferlegt wird. Wissenschaftler zählten früher zu den renommiertesten Persönlichkeiten der Gesellschaft. Heute bedeutet die Behauptung, dass man Wissenschaftler sei, nicht mehr all zu viel. Die Reputation dieser Spezies unserer heutigen Gesellschaft hat nicht nur dadurch gelitten, dass sie sich quantitativ in Größenordnungen hinein geschummelt hat, die absurd sind. Zigtausende arbeiten oder besser gesagt: fummeln heute, in grossen Clustern vereinigt, weltweit am Klima rum. Wie und womit geschummelt und gefummelt wird, braucht hier nicht wiederholt zu werden. Es ist fixiert in dem Buch "Die Lüge der Klimakatastrophe" . Echte wissenschaftliche Ergebnisse wurden früher von Einzelkämpfern geliefert. Diese brachten die Menschheit wegen des Wertes ihrer Arbeit dann auch voran.
Heute sieht das mit der Wissenschaft anders aus.

Entsprechend gab Herr Prof. Dr. H. Stephen Schneider den Lieferanten von Untersuchungsergebnissen bezüglich Klimadaten an das IPCC folgenden Hinweis, der bereits erwähnt wurde:

„Um Aufmerksamkeit zu erregen, brauchen wir dramatische Statements und keine Zweifel am Gesagten. Jeder von uns Forschern muss entscheiden, wie weit er eher ehrlich oder eher effektiv sein will.“

Und Sir John Houghton, Vize-Präsident des IPCC, der die ersten drei IPCC-Reporte herausgab:

„Unless we announce desasters, nobody will listen". Deutsch: "Solange wir keine Katastrophen ankündigen, wird niemand zuhören."


So also kommen die Zahlenwerke zusammen, die den Menschen als Übeltäter überfuhren. Und dafür ist die oberste Klimabehörde bei der UNO, das IPCC installiert worden und nunmehr verantwortlich.

Es ist erstaunlich, dass es trotz dieser hier angeführten bekannten Tatsachen eine große Zahl von Leuten gibt, die an das Märchen der vom Menschen verursachten Klimakatastrophe glauben.

Frage: Wie ist das möglich?

Antwort 1: Sie sind mangels Basiswissens nicht in der Lage, sich mit Erfolg spirituell gegen das zu wehren, womit sie, aus der Medienküche gesteuert, Tag und Nacht gefüttert werden. So tritt das ein, was Interessenverbände jeglicher Konvenienz beabsichtigen, um Zulauf zu erhalten: Steter Tropf hölt den Stein.

Antwort 2: Aus den gleichen Gründen, aus denen lange nach Kriegsende 1945 noch immer Millionen an die Ideologie des 3. Reiches glaubten; aus den gleichen Gründen existiert dieses Phänomen der treuen Anhängerschaft bei Millionen von Anhängern des Systems der DDR immer noch. Und auch die -zigtausende von Sympatisanten der „Roten Armee Fraktion", der Baader - Meinhoff – Gangster, zählten zu dieser Sorte von Menschen. Wenn sich Menschen zu einer Ideologie bekennen, ist es für sie eine Schlappe ihrer Beurteilungsfähigkeit, nach einiger Zeit zugeben zu müssen, dass man sich geirrt hat.

Zuzugeben, dass man sich geirrt hat, dass man Unrecht hat, ist nicht eine der Stärken des Menschengeschlechtes.

Es gibt aber auch eine Menge Menschen, die den Hokuspokus mit der Klimakatastrophe absolut nicht glauben. Z. B. deswegen:

Klima-Überraschung - Beispiel 1: Im Nordseebad St. Peter-Ording wurde kürzlich das neueste und größte Hotel dem Betrieb übergeben. Auf Anfrage, welche Schutzmaßnahmen bezüglich der kommenden Klimakatastrophe mit dem sagenhaft steigenden Meerwasserpegel konstruktiv eingebaut wurden, wurde ich belehrt, dass nichts veranlasst sei, dass es keine Gründe gäbe und dass an der Küste sowieso niemand an den „Klimarummel“ glaube. Grund: Der Anstieg des Wasserpegels würde nun seit über 20 Jahren prognostiziert, ohne dass er sich ereignet habe.

Klima-Überraschung - Beispiel 2: In Dubai, der größten Baustelle der Erde, die in 13 Jahren, also im Jahre 2020, gerade rechtzeitig zu Beginn der Klimakatastrophe, fertig wird, werden 100e von Milliarden Euros investiert, um in 0 Meter Höhe des Meerwasserniveaus das dann nur mit Superlativen ausgestattete neue Ferien-, Erholungs- und Amüsierzentrum der Erde einzuweihen. Es sind keine Vorkehrungen getroffen, um dem Klima-Gau Paroli zu bieten. Ja, sind die dort denn alle bescheuert, oder sind sie Ungläubige? Nein, die Araber dort sind Schlitzohren. Sie kennen die Gründe ganz genau, weswegen und wozu das IPCC ins Leben gerufen wurde.

Klima-Überraschung - Beispiel 3: Das US National Hurricane Center sitzt in Miami in Florida.
Ich hatte vor Jahren dort häufiger zu tun. Dort arbeiten echte Wissenschaftler am Studium der Voraussage und der Aufzeichnung von Entwicklung und Verlauf der Stürme, die sich beiderseits des amerikanischen Kontinents ereignen. Nicht das IPCC ist dazu in der Lage, sondern nur dieses weltweit berühmte Institut, das täglich Schifffahrt und Luftfahrt mit seinen aktuellen und in Jahrzehnten gespeicherten und unverfälschten Daten beliefert. Weshalb: Die Zahlen vom IPCC stimmen vorn und hinten nicht und sind massiv gefälscht. Die Zahlen vom Hurricane Center sind von gewissenhaften Wissenschaftlern erarbeitet.

Dort beim US National Hurricane Center lesen wir unter „Season summaries and reports“ für den Monat August 2007 und die folgende Hurrican-Season folgende erstaunliche Klima-Überraschung:
bild
NORTH ATLANTIC...CARIBBEAN SEA AND THE GULF OF MEXICO...THREE
TROPICAL CYCLONES FORMED IN THE ATLANTIC BASIN DURING AUGUST.
TWO OF THESE CYCLONES BECAME NAMED STORMS DURING AUGUST...
AND ONE OF THESE...DEAN...REACHED MAJOR HURRICANE STATUS.
ALTHOUGH THE NUMBER OF TROPICAL STORMS AND HURRICANES WAS
SLIGHTLY BELOW AVERAGE FOR AUGUST...THE ACCUMULATED CYCLONE
ENERGY (ACE) INDEX...A MEASURE OF THE STRENGTH AND DURATION OF
NAMED STORMS AND HURRICANES...WAS SLIGHTLY ABOVE AVERAGE.

Für den Monat September 2008 lesen wir eine weitere Klima-Überraschung:
ALTHOUGH THE NUMBER OF TROPICAL STORMS AND HURRICANES WAS ABOVE AVERAGE FOR SEPTEMBER MOST OF THESE SYSTEMS WERE RELATIVELY SHORT-LIVED. AS A RESULT THE ACCUMULATED CYCLONE ENERGY (ACE) INDEX...A MEASURE OF THE COMBINED STRENGTH AND DURATION OF NAMED STORMS AND HURRICANES...WAS BELOW AVERAGE AND WAS THE LOWEST TOTAL OBSERVED IN THE ATLANTIC BASIN SINCE 1997.

Für den Monat Oktober dürfen wir folgende Klima-Überraschung zur Kenntnis nehmen:
TROPICAL CYCLONE ACTIVITY DURING THE MONTH WAS BELOW AVERAGE. IN A TYPICAL OCTOBER...TWO TROPICAL STORMS AND ONE HURRICANE FORM. IT IS
NOTABLE THAT THE OCTOBERS OF 2006 AND 2007 WERE THE QUIETEST CONSECUTIVE OCTOBER PERIODS OBSERVED SINCE 1993 AND 1994.

Von Zunahme der Sturmhäufigkeit und Intensität auf dem riesigen Atlantik kann also derzeit keine Rede sein.
Wenngleich wir uns in Mitteleuropa noch im Herbst befinden, so hat der Winter in den Mittel- und Hochgebirgen mit voller Macht eingesetzt. Schneemengen, die in den letzten 30 Jahren nicht bekannt waren, sind in kürzester Zeit gefallen.
Von „Global Warming“ kann keine Rede sein; jedenfalls nicht so, dass man es ohne manipulierte Computer-Hilfe feststellen kann.
Das gesamte vom IPCC, unter Zuhilfenahme von willfährig gelieferten präfabrizierten Ergebnissen zum Thema Klima, veröffentlichte Material, geliefert von den durch Massenmedien eingefangenen Unterzeichnern des Kyoto-Protokolls, die nur dem einen Ziel dienen, den Menschen als Bösewicht zu überführen, ist massiv gefälscht. Ich denke in diesem Zusammenhang u.a. an das leidige Hockey-Schläger-Geschenk sogenannter Wissenschaftler an das IPCC. Eine berühmte Temperaturkurve, DIE KURVE, auf die sich alles stützt, lieferte in Form eines Hockeyschlägers - durch das IPCC der Welt überreicht - den Beweis, wie stark die Temperatur wegen Mensch-gelieferter CO2-Produktion die Temperatur jüngst gestiegen ist.

Alles gefälscht

stellten jüngst zähe kanadische Klimafachleute fest.

Alle mit dieser Aufgabe, des Nachweises der Existenz des „Anthropogenen Klimawandels“ beauftragten Beamten und Angehörige des öffentlichen Dienstes, die Dank Steuerzahlers Geld die Zeit bei ihren staatlichen Instituten totschlagen, sollten zum Teufel gejagt werden.
Etwas finanziell Entlastendes für Otto N. und Lieschen M. wird es nicht geben.
Da ist keine Hoffnung vorhanden. So werden die bereits bekannten und auch die vielen noch unbekannten Gesetze Lieschen und Otto, so wie immer, ausquetschen.
Vater Staat richtet es. Er demonstriert wieder einmal:

Wer die Macht, hat das Recht.
Wer das Recht hat, kann es biegen und brechen.


Natürlich immer zum Wohle des Volkes, so wie
es geschworen wurde.

Angstmacher Klimapolitik




Dr. Holger Thuss ist Präsident des 2007 gegründeten Europäischen Instituts für Klima und Energie (EIKE) und Executive Director des Netzwerkes CFACT Europe. Beide Organisationen setzen sich wissenschaftlich und publizistisch mit ökologischen Paradigmen auseinander und vertreten Steuerzahlerinteressen.

FreieWelt.Net sprach mit ihm über die aktuelle Klimadebatte.

FreieWelt.Net: Das Europäische Institut für Klima und Energie in Jena setzt sich kritisch mit der aktuellen Klimadebatte und Klimapolitik auseinander. Was sind ihre Hauptkritikpunkte?

Thuss: Unsere Kritik setzt bereits bei dem auch von Ihnen verwendeten Begriff „Klimapolitik“ ein. Dahinter steht nämlich die Wahnvorstellung, durch politische Maßnahmen in komplexe physikalische Prozesse, die zusammen das „Klima“ bilden, eingreifen zu können.

"Kaffesatzleserei auf höchstem Niveau"

Wir sehen gewisse Parallelen zur Bankenkrise: Den Bürgern soll durch Angstmacherei, Marketing und viel heiße Luft eigentlich Unverkäufliches verkauft werden. Wieder sollen es Computerprogramme sein, die die angeblich ultimativen Szenarien ausgerechnet haben. Das ist Kaffeesatzleserei, wenn auch auf höchstem Niveau. Steigt man weiter in das Thema ein, so kommt man recht schnell darauf, daß auch die meisten wissenschaftlichen Studien, die angeblich die Theorie von der durch Menschen ausgelösten Klimakatastrophe belegen, entweder keinerlei wissenschaftlichen Standards genügen oder auch ganz anders interpretiert werden können. So wurde die berühmt-berüchtigte Hockeyschläger-Grafik, die den dramatischen Anstieg der Globaltemperatur in den letzten 150 Jahren belegen sollte, mittlerweile mehrmals widerlegt und vom IPCC stillschweigend beerdigt. Natürlich verschwand dieses ehemalige Zentralstück aller Katastrophenszenarios, ohne daß deutsche Medien darüber berichtet hätten.

FreieWelt.Net: Wie beurteilen Sie die klimapolitischen Ankündigungen und die Entscheidungen von Bundeskanzlerin Merkel und der Großen Koalition seit der Wahl 2005?

Thuss: Vielleicht sind die Entscheidungen, auf die sie anspielen, taktisch bestimmt, weil man den Grünen Stimmen abjagen will. Vielleicht ist es der derzeitigen Politikergeneration ja auch ein Herzensanliegen, möglichst viele Industriebetriebe zu schließen. Sie sind ja alle in einer Zeit politisch sozialisiert worden, als es en vogue war, das böse Wachstum zu bekämpfen. Es gab Bestseller, die sich nur damit befaßten. Es gab UN-Konferenzen zu diesem Thema und die einflußreichen Club of Rome-Berichte. Daß all diese Leute von der Realität eingeholt wurden, wollen unsere Politiker nicht zur Kenntnis nehmen.

Subventionen für Firmen, Steuern für die Bürger

Zu den Maßnahmen selbst kann man wenig sagen. Der Globaltemperatur ist es egal, was Berlin beschließt. Der Tem­pera­turan­stieg bis 2050 wird durch das Kyoto-Abkommen ger­ade ­mal um 7/100 °C ab­ge­bremst. Einige Firmen freuen sich über Subventionen, etwa wenn man die Zwangsisolierung von Wohnhäusern verordnet. Die Bürger sollten sich jedoch nicht freuen: Es ist ihr Geld, das verbrannt wird. Steuern, Abgaben und Energiekosten steigen.

Volkswirtschaftlich entstehen riesige Schäden, weil arbeits- und energieintensive Branchen abwandern

Selbst die gehätschelte Solarindustrie sieht sich mit einer starken chinesischen Konkurrenz konfrontiert. Im schlimmsten Fall verliert ein Bürger deswegen seinen Job und danach sein Vermögen, weil er sein Haus isolieren muß und es wegen des neuen benachbarten Windparks keiner mehr kaufen will.

FreieWelt.Net: In wieweit werden die Bürger durch diese Entscheidungen finanziell belastet? Was bedeutet diese Politik für den Wirtschaftsstandort Deutschland und die Beschäftigung?

Thuss: Die Kyo­tolän­der stecken inz­wischen 150 Milliarden US-Dollar jähr­lich in die Schein­ver­an­stal­tung „Klimaschutz“. Das Bun­de­swirtschafts­min­is­te­rium berechnete 2001, daß die bis 2020 angestrebten Maßnahmen gegen das Kohlendioxid der deutschen Volkswirtschaft etwa 256 Milliarden Euro kosten werden – aber nur bei günstigen Welt­markt­preisen für Energie. Diese Leute haben aber, wenn es um Kosten ging, noch nie die Wahrheit gesagt. Und siehe da, jetzt kommt stückweise ans Tageslicht, etwa in einer von McKinsey für die Bundesregierung erstellten Studie, daß der EU bis 2020 Kosten von 1,1 Billionen Euro entstehen werden, um die EU-Ziele von 20 Prozent Minderung des Kohlendioxidausstoßes zu erreichen. Doch nur unter der weltfremden Annahme, daß die Politik Maßnahmen umsetzt, die am effizientesten dazu beitragen würden. Sonst würde es noch viel teurer.

Im August 2007 hat die Bundesregierung die Meseberger Beschlüsse gefaßt. Darin sind 30 Maßnahmenpakete enthalten, die ohne vorherige Berechnung ihrer Bedeutung für unsere Volkswirtschaft in Gesetzespakete gegossen wurden.

Verdoppelung der Strompreise

Die Kraftwerksexperten Dr. Lutz Niemann und J. Waldheim haben sich die Mühe gemacht, eines der dort beschlossenen Ziele auf seine volkswirtschaftlichen Kosten hin zu bewerten, das Ziel, bis 2020 den An­teil der er­neu­er­ba­ren Ener­gi­en an der Strom­pro­duk­ti­on auf 25 bis 30 Prozent zu er­hö­hen. Ihr Fazit: Es entsteht ein In­ves­ti­ti­ons­vo­lu­men bis 2020 von ins­ge­samt 211 Mrd. Euro oder 16 Mrd. Euro pro Jahr, ohne Zins­ef­fek­te. Das bedeutet neben vielem anderen eine Ver­dop­pe­lung des Strom­prei­ses ge­gen­über heu­te. Insgesamt kosten die Mese­ber­ger Be­schlüs­se Deutsch­land mehr als 500 Mrd. Euro – ohne irgendetwas an der Erd­at­mo­sphä­re zu verändern. Dazu kommen die Zu­satz­kos­ten für den wei­te­ren Kern­kraft­aus­stieg und durch die sich er­ge­ben­de Ver­teu­e­rung der knap­per wer­den­den Le­bens­mit­tel in­fol­ge der Um­funk­ti­o­nie­rung von Acker­flä­che zur Ener­gie­er­zeu­gung. Weitere Zusatzkosten für den Erwerb der Kohlendioxid-Emissionsrechte beziffert McKinsey auf mindestens 90 Milliarden Euro. Bis 2020 rechne ich mit knapp 12.000 Euro für jeden, vom Baby bis zum Greis.

Phantasie "grüne" Arbeitsplätze

Die Folgen für den Wirtschaftsstandort Deutschland sind verheerend. Alle wichtigen und erfolgreichen Branchen hierzulande hängen von einer preiswerten Versorgung mit Energie ab. Es ist ja bekannt, daß 12 Millionen Arbeitsplätze vom Erfolg unserer Automobilindustrie abhängen. Aber auch Branchen, wie die Lebensmittelverarbeitung leiden unter hohen Energiepreisen. Die oft eingewendeten 120.000 neuen „grünen“ Arbeitsplätze existieren hingegen zumeist nur in der Phantasie der Öko-Funktionäre, denn ohne Subventionen würde sich ja hier kein Rad drehen. Manche Installationsfirma, die durch Windkraftaufträge reich geworden ist, würde von anderer Seite Aufträge bekommen und auch ohne Meseberger Beschlüsse und ähnliches existieren.

FreieWelt.Net: Welche Alternativen zu der aktuellen Umwelt- und Energiepolitik schlagen sie vor?

Thuss: Grundsätzlich sollte sich der Staat nicht derart massiv in die Energiepolitik einmischen. Am vordringlichsten ist die Abschaffung des EEG und die Absenkung von Steuern auf Energie, weil durch diese Maßnahmen die Axt an unseren Wohlstand gelegt wird. Wenn die Politiker aber unbedingt mitspielen wollen, dann sollten sie sich um außenpolitische Problemfälle wie etwa Rußland kümmern.

Ein zweiter Punkt ist die Diversifizierung. Unsere Energieträger sollten aus vielerlei Quellen kommen. Die deutsche Politik sollte im Ausland Förderrechte erwerben. Ein Großteil der Erdkruste ist zudem noch gar nicht exploriert worden. Es ist zu vermuten, daß es noch gigantische Rohstoffvorräte zu entdecken gibt. Ich verstehe nicht, warum Deutschland hier nicht aktiver ist, zumal man ja damit auch den Entwicklungsländern hilft. Eine weitere Option ist die Kernkraft. Viele glauben zu wissen, daß hier das Risiko zu hoch ist. Allerdings wissen nur wenige, daß das Risiko besonders deswegen steigt, weil die ehemalige rot-grüne Bundesregierung die Forschungsgelder für diesen Bereich zusammengestrichen hat und man in Deutschland kaum noch Kerntechnik studieren kann. Hier wird aus ideologischen Gründen Innovation verhindert. Gleichzeitig entstehen auf der ganzen Welt neue Kernkraftwerke.

FreieWelt.Net: Nicht fachkundige Bürger und auch Politiker sind auf Ratschläge von Seiten der Wissenschaft angewiesen. Können Sie nachvollziehen, daß viele Politiker sich nicht gegen die Mehrheitsmeinung stellen wollen? Welche Rolle spielt dabei die öffentliche Berichterstattung?

Thuss: Ich halte nichts von einer Verabsolutierung von „Wissenschaft“. In den letzten hundert Jahren galt schon vieles als Wissenschaft, was sich später als unhaltbarer Unsinn herausgestellt hat, man denke nur an die Eugenik, den Lyssenkoismus oder die Planwirtschaft. Hier ist also eher Vorsicht geboten. Heute haben wir hierzulande einen Akademisierungsgrad erreicht, der viele Bürger bzw. Politiker auch selbst in die Lage versetzt, wissenschaftliche Studien zu lesen und zu beurteilen. Als Einstieg käme die ARAG-Studie in Frage, nach der die weitaus meisten Deutschen die Klimahysterie für Unsinn halten.

"öffentliche Berichterstattung ein Skandal"

Diese Verantwortung, sich selbst ein Bild zu machen, kann Bürgern und Politikern nicht abgenommen werden. Deshalb kann ich es nicht nachvollziehen, daß viele Politiker ausgerechnet in Klimafragen eben nicht der Mehrheitsmeinung folgen.

Die öffentliche Berichterstattung über die Klimapolitik ein Skandal. Gerade bei den Öffentlich-Rechtlichen haben Leute das Sagen, die ihren Kampf gegen den Kapitalismus mit „grünen“ Argumenten fortsetzen wollen, nachdem sie mit „roten“ Argumenten nicht mehr durchkommen. Fakten spielen überhaupt keine Rolle. Während der jährlichen UN-Klimakonferenzen treffen wir kaum auf deutsche Journalisten. Die wenigen, die da sind, reisen in der Maschine des Ministers an und betreiben Hofberichterstattung. Was gesendet wird, kommt von Agenturen, die sehr eng mit Öko-Organisationen verbandelt sind. Ähnliches gilt für viele Printmedien. Wenn nur noch darum geht, auch bei der nächsten Tropenreise von Herrn Gabriel dabei zu sein, bleibt der journalistische Ethos auf der Strecke. Es hat eigentlich gar keinen Zweck mehr, sich mit diesen Medien zu befassen. Das ist mittlerweile ein Paralleluniversum.

FreieWelt.Net: Was empfehlen Sie dem kritischen Bürger, der sich in dieser Problematik eine eigene Meinung bilden will, ohne sich im Vorhinein auf einen Standpunkt festzulegen?

Thuss: Die zentrale Informationsquelle heute ist das Internet. Dort kann man sich schnell einen Überblick verschaffen und dann die entsprechenden wissenschaftlichen Studien, die in Zeitungen nur verzerrt oder überhaupt nicht wiedergegeben werden, herunterladen. Wenn man etwas nicht versteht, schreibt man dem Autor der Studie eine Mail. Unsere eigene Webseite bietet umfassende Informationen zum Thema – und nicht nur aus einer einzigen Perspektive.

Informationsquelle Internet

Wer gut Englisch kann, sollte Dr. Benny Peisers CCNet-Newsletter und Prof. Dr. S. Fred Singers The-Week-That- Was-Newsletter (TWTW, www.sepp.org) abonnieren. Prof. Singer ist auch Herausgeber des auch auf Deutsch erschienenen NIPCC-Berichtes, für den kritische Wissenschaftler die offiziellen UN-Klimadaten noch einmal ausgewertet haben und zu ganz anderen Ergebnissen gekommen sind. Daneben gibt es Dutzende andere sehr gut gemachter Webseiten, die ich nicht erwähnen will, denn wenn ich eine vergesse, ist der Betreiber beleidigt. Als Institut wollen wir schließlich auch zukünftig mit möglichst vielen klimaskeptischen Webmastern kooperieren. Anders als sogenannte Qualitätsmedien arbeiten Blogger auch nicht mit aufgewärmten Agenturmeldungen. Vorsicht geboten ist allerdings bei der Wikipedia. Dort werden Beiträge, die die Theorie von der menschengemachten Erderwärmung in Frage stellen, sofort umgehend gelöscht. Bei Zeitungs- oder Fernsehberichten empfehle ich einen Notizblock, um wichtige Fakten später im Internet noch einmal nachzuprüfen. Das wäre mir allerdings zu umständlich.

1 Kommentar:

  1. CO2 hat einen Anteil von nur 0.03% an der Atmosphäre (laut Wiki) und der Mensch trägt dazu nur 5% bei (laut UNO Klimabericht), also nur 0.0015%. Dieser winzige Anteil an der Luft soll das Klima verändern? Schwachsinn!!!

    Die Behauptung der Klimahysteriker, das CO2 vom Menschen erwärmt das Klima, ist genau so absurd wie die Behauptung, wenn wir ins Meer pinkeln dann erwärmt sich der Ozean.

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