Mittwoch, 6. April 2011

Greenpeace findet kontaminierte Lebensmittel

25 Kilometer von Fukushima

Ich bin wenig überrascht das Greenpeace bei der Untersuchung von Spinat und andere Gemüsesorten aus Minamisoma und Umgebung heraus gefunden hat, das diese hochradioaktiv verseucht sind. Ein Greenpeace-Team fand Belastungen, die die offiziellen Grenzwerte weit übersteigen. Die Bevölkerung ist kaum über die Folgen informiert. Die Stadt Minamisoma liegt außerhalb der lächerlichen 20-Kilometer-Zone in der Präfektur Fukushima.

Derzeit untersuchen zwei Greenpeace-Teams die Gefährdung der Bevölkerung durch Radioaktivität. Sie sind vor allem nahe der Evakuierungszone um das AKW Fukushima unterwegs. Eines der Teams testet die Oberflächenkontaminierung und die Strahlung in Milch und Nahrungsmitteln. Auch die japanische Regierung lässt die Radioaktivität messen. Doch ihre Strategie scheint zu lauten: Werte veröffentlichen, aber so, dass die Menschen nicht wirklich verstehen, welche Gefahr ihnen droht.

So wusste die Besitzerin eines Gemüsegartens in Minamisoma, dass die Regierung seit dem 18. März Pflanzen in der Stadt Proben nimmt und testet. Über das Risiko für ihr angebautes Gemüse sei sie aber nicht informiert worden. Greenpeace fand in mehreren Gärten in Minamisoma Gemüse, das nicht mehr für den Verzehr geeignet ist.

30 Kilometer von der Atomruine entfernt, ist eine Strahlung von 47 Mikrosievert pro Stunde zu messen. Bei solchen Werten ist die erlaubte maximale Jahresdosis in weniger als 24 Stunden erreicht. Die Behörden hatten von 32,7 Mikrosievert pro Stunde gesprochen, was auch schon jeden normalen Menschen dazu bewegen sollte, das Gebiet weiträumig zu räumen. Die Japanische Regierung hält das aber nicht für nötig und stellt sich offensichtlich lieber auf Kinder der Betroffenen ein, welche ungefähr SO aussehen werden, wie damals die Kinder der Einwohner der Umgebung von Tschernobyl:




Dienstag, 5.4.2011

12:20 Uhr: In Fukushima wird weiterhin radioaktiv verseuchtes Wasser ins Meer gepumpt. Tepco will damit Platz schaffen, um in Tanks noch stärker verstrahltes Wasser speichern zu können.

Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete, dass bis Dienstagmittag (Ortszeit) rund 3430 Tonnen leicht belastetes Wasser in den Pazifik strömten. Insgesamt sollen 11.500 Tonnen abgelassen werden.



GAU oder Super-GAU?

Der größte anzunehmende Unfall (GAU) ist ein eingeplanter Unfall in einem AKW. Das heißt, die Anlage muss so ausgelegt sein, dass sie einen Unfall übersteht, ohne dass radioaktives Material oder Strahlung über die zulässigen Grenzwerte hinaus aus dem AKW austritt. Der GAU stellt den größte Unfall dar, der bei der Planung einer kerntechnischen Anlage anzunehmen ist.

Von einem Super-GAU wird gesprochen, wenn noch stärkere Belastungen des Reaktors auftreten, als bei dem eingeplanten GAU. Bei einem Super-GAU wird die Hülle des Reaktors zerstört und Radioaktivität tritt in die Umwelt aus.

Wir haben also eindeutig einen Super-GAU in Japan.

Quelle: Greenpeace

1 Kommentar:

  1. Vielleicht hilft Eigenanbau ... aber nur:
    Wie Sie Ihren Garten/Ihr Feld vor radioaktiver Verseuchung schützen können ...
    http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=211966

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