Donnerstag, 9. Juli 2009

Der Money-Trust kontrolliert Obama

»Goldman Sachs« und »Citibank«

F. William Engdahl

Während des Präsidentschaftswahlkampfes im vergangenen Jahr erklärte ich, Obamas Finanz- und Wirtschaftspolitik sei der immensen Machtkonzentration verpflichtet, die ich als »Wall Street Money Trust« bezeichne – jene fünf oder mehr Giga-Banken, die so einflussreich werden konnten, dass sie den amerikanischen Kongress und das Weiße Haus beherrschen. Die Ernennung des früheren Chefs der New Yorker »Federal Reserve« Timothy Geithner und dessen engen Kumpans Lary Summers an Schlüsselpositionen des »Wirtschaftsteams« Obamas hat diese Einschätzung weitgehend bestätigt. Auch weitere Besetzungen von Spitzenstellen in der Regierung Obama unterstreichen den Einfluss des Money Trusts und machen eine wirkliche Erholung der amerikanischen Wirtschaft praktisch unmöglich. Die Banken werden fortfahren, die Volkswirtschaft auszubluten, um ihre wertlosen illegalen Schneeballsysteme aufrechtzuerhalten.

Goldman Sachs und Citibank und nicht Bernie Madoff sind die wahren Schuldigen, die eigentlich vor Gericht stehen sollten, weil sie die Steuerzahler nicht um 50 Milliarden, sondern um Billionen Dollar betrogen. Aber stattdessen werden die Verbrecher, die das in die Tat umsetzten, was Alan Greenspan positiv als »Revolution im Finanzwesen« bezeichnete, mit weiteren einflussreichen Schlüsselpositionen in der Regierung Obama belohnt.

Der bisher letzte in dieser Reihe ist der frühere Staatssekretär Henry Kissingers für Wirtschaftsfragen und spätere Vizepräsident von Goldman Sachs, Robert Hormats, der zum Staatssekretär für Wirtschaft, Handel und Landwirtschaft im amerikanischen Außenministerium ernannt wurde.

Zusätzlich zu Hormats berief die Regierung Obama den Finanzvorstand der Citigroup, Jacob Lew, zum stellvertretenden Außenminister. Bei der Citigroup leitete Lew die sogenannte Alternative Investment Group (etwa: »Gruppe für alternative Investitionen«), die allein im ersten Quartal 2008 für Verluste in Höhe von 509 Millionen Dollar sorgte. Diese Arbeitsgruppe hatte sich darauf spezialisiert, Milliardenprofite bei der Privatisierung der amerikanischen Autobahnen zu machen.

Aus ihr stammt auch Obamas neuer Nationaler Sicherheitsberater für internationale Wirtschaftsangelegenheiten, Michael Froman. In der Ära Clinton war Forman Stabschef Robert Rubins im Finanzministerium, bevor er dann seinem Chef zur Citigroup folgte. Bezeichnenderweise war es Froman, der Rubin seinem Harvard-Kommilitonen Barack Obama als jemanden vorstellte, dem die Wall Street als Präsident vertrauen könne!

Die Citibank und Goldman Sachs dominieren Obamas Finanz- und Wirtschaftspolitik mehr, als sie das unter Bush taten.

Fromans Stellvertreter, David Lipton, war bis vor Kurzem ebenfalls für die Citigroup tätig. Dort leitete er die Abteilung für die Risikobewertung von Ländern, die darüber befand, ob etwa in die Ukraine oder Moldawien, Angola oder den Irak investiert werden sollte.

Zu den Wirtschaftsberatern des US-Finanzministers Timothy Geithner gehört auch Lewis Alexander, der frühere Chefökonom der Citigroup. Beim Ausbruch der bisher schlimmsten Finanzkrise der Weltgeschichte 2007 gab er zu Beginn des Hypothekenzusammenbruchs noch als Citigroup-Chefökonom die groteske Stellungnahme ab: »Meiner Ansicht nach wird diese Krise nicht groß auf die Wirtschaft überschwappen. Daher denke ich, dass wir Mitte dieses Jahres schon wieder einen normalen Geschäftszyklus (bei Immobilien) erleben werden.«

Der stellvertretende Finanzminister Neal Wolin war zuvor Präsident und leitender Geschäftsführer der Abteilung Sach- und Haftpflicht des Versicherungsunternehmens Hartford. Hartford gehörte zu den Versicherern für die sogenannten »zweitklassigen« und andere betrügerische Immobilien- und weitere Wertpapiere der Banken. Schon jetzt zeichnen sich dreiste Interessenkonflikte ab, da das Finanzministerium gerade Wolins altem Arbeitgeber 3,4 Milliarden Dollar an Steuergeldern aus Mitteln des amerikanischen Konjunkturprogramms (Trouble Asset Relief Program, TARP) überwies.

Es stinkt nach geheimen Absprachen

In seiner neuen Funktion ist der frühere Goldman-Sachs-Finanzchef Hormat jetzt für die finanzpolitischen Aspekte der amerikanischen Landwirtschaftspolitik verantwortlich. Dabei wird er eng mit einem weiteren früheren Goldman-Sachs-Partner zusammenarbeiten: Gary Gensler, der nun zum Vorsitzenden der Commodity Futures Trading Commission (CFTC), der Regulierungsbehörde für die amerikanischen Future- und Optionsmärkte, ernannt wurde.

Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass drei der hochrangigsten Mitglieder des Wirtschaftsteams Obamas – Finanzminister Timothy Geithner, der Chefwirtschaftsberater des Weißen Hauses Larry Summers und Gary Gensler, damals als Staatssekretär unter Summers in der Regierung Clinton – eine wichtige Rolle dabei spielten, eine Bankgesetz zu entwerfen, das ganz im Sinne des »Wall Street Money Trusts« die noch existierenden Hindernisse für den hemmungslosen völlig deregulierten Finanzschwindel des vergangenen Jahrzehnts beseitigen sollte. Diese drei Persönlichkeiten schrieben den Gesetzentwurf für das Gesetz zur Modernisierung des Warenterminhandels (»Commodity Futures Modernization Act«) des Jahres 2000. Dieses Gesetz schloss eine Regulierung von Finanzterminkontrakten wie den heute berüchtigten Kreditderivat- bzw. -ausfallwetten (Credit Default Swaps, CDS), die den Zusammenbruch des Versicherungsgiganten AIG auslösten und auch das Grundgerüst der jüngsten Finanzblase bildeten, aus.

Geithners Stabschef im Finanzministerium Mark Patterson gehörte zuvor zu den führenden Washingtoner Lobbyisten für Goldman Sachs. Zu seinen Aufgaben gehörte es, eine freundliche Politik des Kongresses gegenüber der Wall Street sicherzustellen.

Enrons Lobbyistin Linda Robsinson hilft nun der Federal Reserve, eine gegen sie gerichtete öffentliche Untersuchung zu verhindern.

Linda Robertson betrieb früher Lobbyarbeit für Enron und arbeitete beim Entwurf des »Commodity Futures Modernization Act«, den man auch als »Schlupfloch-Gesetz für Enron« bezeichnet, eng mit Geithner zusammen. Nun wurde sie von der US-Notenbank Federal Reserve als Lobbyistin angeworben, um den wachsenden Versuchen des amerikanischen Kongresses entgegenzuwirken, eine unabhängige Revision bei der Federal Reserve durchzuführen, die ermitteln soll, welche Banken wie viele Gelder seit Krisenbeginn erhalten haben. Der »Commodity Futures Modernization Act« hatte u.a. den Handel mit Energie-Terminkontrakten dereguliert und es Enron damit ermöglicht, eine jeglicher Kontrolle entzogene Strom-Auktion zu betreiben. Damit gelang es dem Unternehmen, die Kontrolle über einen wesentlichen Teil des kalifornischen Strom- und Erdgasmarktes an sich zu reißen. Als Folge wurden die Staatsfinanzen an den Rand des Ruins getrieben und die Verbraucher mussten Milliardensummen aufbringen, bis Enron dann in der bisher größten Unternehmenspleite der amerikanischen Geschichte unterging.

Aus Berichten, mit denen der Informationspflicht gegenüber der Öffentlichkeit nachgekommen werden muss, geht hervor, dass die Finanzwirtschaft der Wall Street in den ersten drei Monaten des Jahres 2009 erstaunliche 104,7 Millionen Dollar für Lobbyarbeit in Washington ausgegeben hat, um die Verabschiedung für sie günstiger Gesetze und anderes zu erreichen. Aufs Jahr gerechnet ergibt das eine Summe von fast einer halben Milliarde Dollar, und das trotz der Hunderte von Milliarden Dollar, die die Wall Street bereits von der Regierung Obama erhalten hat. Das legt den Schluss nahe, dass die Regierung Obama in noch stärkerem Maße den Interessen des »Wall Street Money Trusts« verpflichtet ist als die Vorgängerregierung Bush.

Mittwoch, 08.07.2009

Kategorie: Wirtschaft & Finanzen, Politik

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3 Polizisten erschießen Verdächtigen mit 12 Schüssen hingerichtet.

"Das ist eine Hinrichtung"

Landtag berät über Schüsse auf Regensburger Studenten

München - Innenminister Joachim Herrmann (CSU) steht nach den tödlichen Polizeischüssen auf den Regensburger Musikstudenten Tennessee Eisenberg vor einem Rätsel. Er wolle den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nicht vorgreifen und könne noch keine Bewertung abgeben, sagte Herrmann am Mittwoch im Innenausschuss des Landtags. "Aber die Art und Weise, in der der Polizeieinsatz eskalierte, ist auch für mich immer noch nicht begreifbar." Der 24 Jahre alte Eisenberg war am Morgen des 30. April von der Polizei erschossen worden, nachdem er seinen Mitbewohner und anschließend die Beamten mit einem Messer bedroht hatte. Herrmann sagte eine gründliche Aufklärung zu: "Da wird nichts vertuscht oder unter den Teppich gekehrt, da wird sauber ermittelt." Nach Herrmanns Angaben feuerten die Polizisten 16 Schüsse ab, von denen zwölf den Studenten trafen. "Zwölf Schüsse, das ist eine Hinrichtung", kritisierte der Freie Wähler-Abgeordnete Joachim Hanisch. "Hier ist irgendetwas schief gelaufen", sagte auch der FDP-Innenexperte Andres Fischer. Die Familie hat deshalb eine zweite Untersuchung der Leiche in Auftrag gegeben - "auch zu Gunsten der Polizisten", wie Anwalt Thomas Tessereaux sagte. Nähere Aufklärung über die Schüsse soll ein ballistisches Gutachten der Staatsanwaltschaft bringen, das nach Herrmanns Angaben in Kürze vorliegen soll. Die Grünen-Abgeordnete Susanna Tausendfreund sprach von "sehr, sehr vielen Fragezeichen". dpa


Ich weiß nicht was es da zu beraten gibt und spreche da von einer Hinrichtung !!!

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Vortrag zum Lissabon-Vertrag

Vortrag von Prof. Dr. Karl A. Schachtschneider

Nach dem Urteil des Bundesverfassungerichts vom 30. Juni 2009 gibt hier Prof. Schachtschneider ganz aktuell seine Ansicht über den Lissabon-Vertrag und die Folgen dieses Urteils. Hier sein Vortrag vom 4. Juli 2009, anlässlich des ersten ASR-Deutschlandtreffens:



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http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2009/07/vortrag-von-prof-dr-karl.html


Vortrag über unser Geldsystem

Vortrag von Jürgen Elsässer


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Thema: Die Zinsen die FED und die privaten Banken und die Tatsache, das die niedrigen Zinsen der Zentralbanken mit Absicht und zur eigenen Bereicherung nicht an die Industrie weitergegeben werden.


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Der endlose Kampf gegen die Hydra der Hochfinanz



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Soziale Unruhen hat die Politik schon vor Jahren herbei geredet. Harzt4 war der Einstieg zum Sozialrassismus.

Aussicht der Hochfinanz ist totes Humankapital nutzlos. Die Abschaffung der sozialen System würde dieses Problem natürlich lösen.

Wir haben keine Krise und auch keine Systemkrise, sondern das was heute erleben ist die gewollte Abfolge der Umverteilung von unten nach oben.

Die Arbeitslosenzahlen werden steigen, die Einnahmen des Staates einbrechen. Auch die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes ist nur eine kosmetische Korrektur der unabdingbaren Wahrheit.

http://politikprofiler.blogspot.com/2...

Wir werden von der einen Panik in die andere durch unsere Medien getragen - das veranlasst uns, unsere Demokratie freiwillig aufzugeben und Wirtschaftlichkeit als Naturgesetz zu begreifen.

© Copyright 2009 http://politikprofiler.blogspot.com/

Meinungsmanipulation und verlogene Artikel von Spiegel und Bild

Lügen für das Goldverbot


Von Peter Boehringer
Donnerstag, 2. Juli 2009
Schwarzgeld-Schmuggel mit Silbermünzen? Mainstream-Presse unterstellt Silbermünzenhaltern Steuerhinterziehung und Schwarzgeldbesitz. Phase 3 des Kampfes gegen Gold und Silber hat begonnen. Die Propaganda schwenkt bzgl. Edelmetallhaltern über von "Ignorieren" und "Lächerlichmachen" auf "Bekämpfen".

Von Peter Boehringer, Deutsche Edelmetall Gesellschaft e.V., 2. Juli 2009

Das "Nachrichtenmagazin" Der SPIEGEL und andere Medien unterstellen derzeit Silbermünzenhaltern kollektiv Steuerhinterziehung und Schwarzgeldbesitz.
In langen Artikeln berichtet der Mainstream, wie einfach es ist, mit Silbermünzen angeblich mühelos die Grenzen zu überschreiten, vorbei an Bargeldkontrollen und sicher vor den Bargeldspürhunden der Sondereinsatztruppe des Zolls. Doch die Sensationsartikel entbehren jeder Grundlage, sind schlichtweg falsch.
SPIEGEL: "Mit 110.000 Euro legal über die Grenze" --->www.spiegel.de.
BILD: "Steuerflüchtige entdecken Österreichische Silbermünze" --->www.bild.de
FTD: "Österreich macht Geldwäsche leicht" --->www.ftd.de
Kurier: "Mit 200 kg Silber legal über die Grenze. Anleger haben den Silber-Philharmoniker als Schmuggelware entdeckt." --->www.kurier.at
Hinter der Pressekampagne steckt offenbar die Zielrichtung, den Gold- und Silberbesitzer per se in die Nähe des Illegalen zu rücken. Botschaft: Wer Silbermünzen besitzt, besitzt Schwarzgeld.
Die Lage am physischen Gold- und Silbermarkt muss sehr angespannt sein und die Preisdrücker zunehmend verzweifelt. Kein Argument ist daher zu dümmlich, um nicht doch gegen GoldSilber verwendet zu werden.

Die einzige Möglichkeit, der konzertierten Flut an Unterstellungen und Falschmeldungen in diesen Artikeln zu begegnen, ist eine kommentierte Dokumentation:
SPIEGEL: "Eine neue Silbermünze aus Österreich ist der Geheimtipp bei deutschen Anlegern: Mit ihr lassen sich große Mengen Schwarzgeld über die Grenze schaffen - der Zoll muss tatenlos zusehen. ... Genau diese Differenz zwischen Nennwert [1,50 EUR] und Marktpreis [ca. 13 EUR] macht die Münze im internationalen Geldverkehr zu einem hochinteressanten Objekt. Sie hebelt auf verblüffende Weise die bundesdeutschen Einfuhrbestimmungen für Bargeld aus. Wer von Österreich nach Deutschland reist, darf 10.000 Euro bei sich tragen, ohne dass er die Barschaft im Fall einer Kontrolle durch Zollfahnder deklarieren muss. Ergo kann jeder mehr als 6000 Philharmoniker-Münzen über die Grenze schaffen, ohne dass ihm sofort Steinbrücks Truppen ins Gehege kommen - mithin pro Einreise über 110.000 Euro aus seinen verborgenen Schätzen in Österreich heimholen."

Diese Kernthese von SPON hätte nie entstehen können, wenn die Autorin auch nur einen Blick ins geltende Zollrecht http://www.zoll.de geworfen hätte, ersatzweise hätte sie auch ein freundlicher Kontakt beim BMF oder beim Zoll darauf aufmerksam machen können:

"Was versteht man unter Bargeld und gleichgestellten Zahlungsmitteln, die [ab dem Schwellenwert von 10.000 EUR] auf Verlangen angezeigt werden müssen?
Anzeigepflichtig ist Bargeld in Form von Banknoten und Münzen, .... Dem Bargeld gleichgestellte anzeigepflichtige Zahlungsmittel sind Wertpapiere (z.B. Aktien, Schuldverschreibungen, Schecks, Zahlungsanweisungen, Wechsel und fällige Zinsscheine), Edelmetalle und Edelsteine.
Wie erfolgt die Berechnung des Schwellenwertes?
Bargeld in ausländischen Währungen wird zum jeweils gültigen Geldkurs in Euro umgerechnet. Bei gleichgestellten Zahlungsmitteln ist der aktuelle Wert (z.B. bei Gold [u. Silber] der Börsenwert und Aktien der aktuelle Rücknahmekurs) zugrunde zu legen. Reisende müssen im Handgepäck und im aufgegebenen Reisegepäck mitgeführtes Bargeld und gleichgestellte Zahlungsmittel anmelden, wenn der Gesamtwert 10.000 Euro oder mehr beträgt."
Also: "Bei Silber der Börsenwert." (=Verkehrswert), denn der Philharmoniker ist in Deutschland kein gesetzliches Zahlungsmittel - und damit keine "Bargeldmünze", bei der der Nominalwert von 1,50 Euro relevant wäre.
Je nach Wertansatz beträgt dieser derzeit ca. 13 Euro pro Silber-Philharmoniker. Deklarationsfrei könnte ein (etwas beschränkter, dazu unten mehr) "Steuerflüchtling" somit 10.000 / 13 = ca. 770 Münzen legal nach Deutschland einführen - und eben nicht "6000", wie Frau Neumann vom Spiegel meint schreiben zu müssen. Nach dieser einfachen Recherche wäre der gesamte folgende Artikel obsolet gewesen. Ebenso alle anderen genannten Artikel, die die faktisch falsche Grundthese ebenso wie die weiteren Unterstellungen einfach übernehmen!
FTD: "Wien sah sich gezwungen, das Bankgeheimnis zu lockern."; BILD: "Viele sind auf diesen Schwarzgeld-Trick gekommen."

Diese interessanten Anmerkungen der FTD und der BILD haben keinerlei Themen- bzw. Realitätsbezug. Der aufgezeigte "Schmuggelweg" ist wie gesagt keiner. Zudem verwahren wir uns gegen den Generalverdacht, alle Münzsammler und -anleger würden die Käufe aus Schwarzgeld bestreiten! Edelmetall-Anleger sind in aller Regel Menschen aus allen Schichten mit einer sensiblen Antenne für Inflation und Geldverschlechterung durch den Staat und die Banken. In Zeiten Billionen-schwerer Bankenrettungen fällt diese Sorge wohl kaum noch unter "Paranoia", und physische Edelmetall-Käufe sind absolut rationales und völlig legales Handeln!

Zudem wäre sogar ein echter Steuerflüchtling mit Schwarzgeld in Österreich ein wirtschaftlich SEHR beschränkter Mensch, würde er AUSGERECHNET den von Frau-SPON-Neumann "entdeckten" Weg gehen wollen: Beim Kauf eines Silber-Philharmonikers fallen nämlich zunächst einmal ganz erhebliche Kosten bzw. Aufgelder an.

Zum Einen derzeit etwa 21% (!!) Aufpreis auf den Spotpreis für Silber. Und ZUSÄTZLICH auch noch 20% österreichische Mehrwertsteuer! Wer DAS ernsthaft in riesigen Euro-Beträgen tut, der reduziert sein "schwer verdientes Schwarzgeld" gleich einmal um 40%, noch BEVOR er überhaupt an der Grenze bei Passau ankommt!

Immerhin aber könnte sich dieser DASK (Dümmste anzunehmende Silberkäufer) die Differenz zur DEUTSCHEN MWSt auf Silber-Philharmoniker (7%) vom österreichischen Zoll sogar ERSTATTEN LASSEN !

Alleine diese banalen Rechenbeispiele zeigen die BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHE Absurdität des von mindestens drei renommierten Zeitungen abgeschriebenen Vorgehens auf! Wer als Schwarzgeldbesitzer in Silber-Philis investieren will, wird dies nicht AUSGERECHNET via ÖSTERREICH tun!

Weiter im Text (FTD): "Schätzungsweise 50 Mrd EUR haben Deutsche in Österreich deponiert."

Was hier nicht wieder alles unterstellt, insinuiert und suggeriert wird: Die GESAMTE Auflage des Silber-Philharmonikers, den es erst seit 2008 überhaupt gibt, wird per Jahresende 2009 bei ca. 20m Stück oder eben ca. 250m EUR liegen.
Große und renommierte Adressen kaufen große Tranchen davon - und das ist garantiert kein Schwarzgeld. Viele deutsche Kunden lassen sich die Ware direkt oder via Handelshäusern offiziell und legal und "verzollt" nach D liefern. Selbst wenn man bei den verbleibenden echten Retail-Kunden in Wien ABSURDE 50% an "Schwarzgeld-Käufern mit Schmuggelabsicht nach Deutschland" unterstellen wollte, bliebe von der Gesamtauflage dafür noch nicht einmal EINE Million Stück übrig (also max. 13m EUR). Wenn Steinbrück da mal bei angenommenen "50 Mrd Schwarzgeld in Österreich" also SONST keine Sorgen hat.
Hinzu kommt noch, dass die Silber-Philis schon seit der Eskalation der Finanzkrise im Sommer 2008 praktisch nur noch kontingentiert verkauft werden, wenn sie denn überhaupt zu bekommen waren. Die von Frau Neumann suggerierten "6000"-Münzen-Schmuggel-Fälle, die nach SPON geradezu Volkssport und Massenphänomen sein sollen, sind einfach nur lächerlich!
Weiter im Text (SPIEGEL): "Doch in Österreich habe sich der Philharmoniker bereits 'zum absoluten Renner' entwickelt, ... vor allem Deutsche griffen gern zu. So auch ein Unternehmer aus dem Raum München, dem der raffinierte kleine Grenzverkehr von Freunden aus dem Yachtclub verraten wurde. Seither macht der Münztrick unter vermögenden Bayern, die verborgene Schätze im Nachbarland gebunkert haben, die Runde. "

Das ist Kampfrhetorik und Kollektivverdacht vom Feinsten mit klarer Zielgruppeneingrenzung! Göbbels hätte ähnlich formuliert: "Deutsche, kauft nicht bei der Münze Wien!"

Auf DIESER dünnen bzw. schlichtweg FEHLENDEN Faktenlage mit SO viel Schaum vor dem Mund zu schreiben, dazu gehört schon eine Menge Chuzpe. Und bei den Abschreibern der BILD und der FTD ebenso. Oder wenigstens eine Menge Faktenresistenz, Inkompetenz und Ignoranz.
Und warum regen WIR uns über die eigentlich uralte und bekannte Anti-GoldSilber-Propaganda des Mainstreams so auf? Ganz einfach: Die kritischen Bürger mit von der political correctness noch unverbildetem Geist, die noch selbstständig über den Wahnsinn unseres Geldsystems nachdenken, sind die direkte Zielgruppe dieser beginnenden Propagandaschlacht. Wer sich als Edelmetall-Käufer oder -Händler heute nicht gegen Schwarzgeld-Geblubber wehrt, gegen den wird sehr bald schon die ganze Palette der pauschalen Kriminalisierung aufgefahren. Steinbrück und die Medien sind da sehr geübt. Und dieses Land wird nach der Bundestagswahl eine MENGE an Sündenböcken für die dann offen ausbrechende Verarmungskrise benötigen.
Wer DIESEN perfiden Anfängen nicht wehrt, der wird als Silbermünzenhalter bald mit Drogenhandel und Prostitution in Verbindung gebracht. Und am Ende heißt es dann auf der Straße "Aha, sie haben Silbermünzen - sie unterstützen also Kinder-Prostitution!".
Der darauf folgende Schritt ist das Goldverbot. Die zunehmend totalitären und bankrotten Staaten der Welt lechzen nur nach einem Vorwand. Schließlich sind Edelmetalle die natürlichen Antipoden des Papiergelds.
Wenn wir dem Staat und seinen Bütteln in den Mainstream-Medien verbal erfolgreich contra geben, dann wird am Ende KEIN Goldverbot stehen. Mahatma Gandhi hatte eine positivere Vision vom möglichen Ausgang:
1. First they ignore you.
2. Then they laugh at you.
3. Then they fight you.
4. Then you win.
Der GoldSilber-Markt ist nun in Phase 3 dieser Weisheit von Gandhi angekommen. Im konkreten Fall dieser offenbar konzertierten Medien-Aktion kann man sich höchstens noch fragen, ob neben der offensichtlichen Absicht, ein Gold(verkaufs)verbot vorzubereiten, im Mainstream nicht doch einfach nur inkompetent abgeschrieben wird. Jeder von Jedem.
Positive Ausnahmen gibt es unter den Wirtschafts-Redakteuren, und nicht alle großen Blätter haben heute mitgemacht. Die sollten hier nun dringend tätig werden und die wichtige Rolle hervorheben, die Gold sowohl für die Altersvorsorge breiter Bevölkerungsschichten als auch in künftigen gedeckten Währungssystemen spielen kann.
Der SPIEGEL und andere machen sich mitschuldig an der Verarmung ganzer Rentnergenerationen, die über Lebensversicherungen und andere Papiersparanlagen via Inflation oder per Währungsschnitt verarmen werden.
Wir fordern von den vier Kampagnenführern im Mainstream glasklare und prominent plazierte Gegendarstellungen ein.


http://www.mmnews.de/index.php/200907023217/MM-News/Lugen-fur-das-Goldverbot.html

Donnerstag, 2. Juli 2009

Let's Make Money Filmauschnitte











Krise in Chance verwandeln

Kaliforniens leerer Geldbeutel: Krise in Chance verwandeln

»Unser Geldbeutel ist leer, unsere Bank geschlossen, unser Kredit versiegt.« - so der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger.

Der oberste kalifornische Finanzaufseher ( d.h. in unserem Verständnis eigentlich Finanzminister) John Chiang warnte, wenn am 1. Juli kein ausgeglichener Haushalt verabschiedet sei, werde er damit beginnen, Schuldscheine auszugeben, um die dringlichsten Verbindlichkeiten des Bundestaates zu bezahlen. Am 25. Juni lehnte der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger einen Plan ab, der dem Staat durch Kürzungen der Ausgaben für Schulen drei Mrd. Dollar eingespart hätte. Lieber wäre er für die Ausgabe von Schuldscheinen in Kalifornien, als die Liquiditätsprobleme stückchenweise anzugehen. Das Haushaltsdefizit des Staates beläuft sich auf insgesamt 24,3 Mrd. Dollar.

In der Zwischenzeit wurden andere Finanzierungsmöglichkeiten brüsk abgelehnt. Die Regierung Obama erklärte, sie werde für Kalifornien keine staatlichen Gelder aus dem Stimulierungsprogramm bereitstellen.Und die Anleihen-Ratingagentur Fitch Ratings kündigte an, die Kreditwürdigkeit des Bundesstaates, die ohnehin schon auf der niedrigsten Stufe in des gesamten USA steht, noch weiter herabzustufen. Sollte das geschehen, würde die Einstufung Kaliforniens unter die tiefstmögliche Stufe fallen, die für Fonds als Minimum gesetzlich vorgeschrieben ist: Damit wären Fonds gezwungen, von ihnen gehaltenen kalifornische Staatsanleihen zu verkaufen. Das wiederum führte zu weiteren Kosten in Millionenhöhe aufgrund höherer Zinsen für den Bundesstaat.

Was kann man tun? Vielleicht sollte Kalifornien sich am Beispiel des Inselstaates Guernsey im Ärmelkanal vor der französischen Küste orientieren, der sich im 19. Jahrhundert ähnlichen Liquiditätsproblemen gegenübersah. Toby Birch, ein Vermögensverwalter, der von dort stammt, erzählt die Geschichte in Gold News:

»Als müde Soldaten aus einem langwierigen Krieg [es handelte sich um die Napoleonischen Kriege, die 1815 beendet waren] nach Hause zurückkehrten, fanden sie ein Land vor, das von Schulden, hohen Preisen und einer verfallenden Infrastruktur geplagt war. Der Hochwasserschutz drohte überflutet zu werden ... Das Jahr 1815 brachte zwar das Ende des Konflikts auf dem Schlachtfeld, ... aber an der Heimatfront folgte eine drastische Zeit der Entbehrungen. Die Anwendung des Goldstandards bedeutete, dass Kredite, die vor Jahren aufgenommen worden waren, aufgekündigt wurden, um das Verhältnis zwischen Geld und Edelmetallen auszugleichen. Es kam zu wirtschaftlichem Stillstand, da Arbeitskräfte und Materialien im Überfluss vorhanden waren, dringend gebotene Vorhaben aber aufgrund des Geldmangels nicht finanziert werden konnten.

Dies führte zu einer Zeit sogenannter ,Armut trotz eigentlichen Reichtums’. Die Lage schien unlösbar, die zu leistenden Kosten für Kredite verschlangen 80 Prozent des Einkommens der Insel. Und die bereits schon untragbare Schuldenlast hätte noch einmal verdoppelt werden müssen, allein um die beiden wichtigsten Infrastrukturprojekte zu finanzieren. Zu dieser Zeit wurde ein Ausschuss aus Vertretern aller Inseln des Staatswesens ins Leben gerufen... Der Ausschuss erkannte, wenn der Staat Guernsey eigene »Geldscheine« (i.S. eines schriftlichen Zahlungsversprechens) herausgäbe, um die Vorhaben zu finanzieren, anstatt sich das Geld von englischen Banken zu leihen, müssten keine Zinsen gezahlt werden. Dies würde es ermöglichen, substantielle Rücklagen aufzubauen. Denn wie jeder weiß, der eine Hypothek abzuzahlen hat, zahlt der Schuldner letztlich bei langfristigen Krediten mindestens das Doppelte der geliehenen Summe zurück.«

Um eine unerwünschte Aufblähung der Geldmenge zu verhindern, gab der Staat Guernsey die Geldscheine mit einem Fälligkeitsdatum heraus, zu dem der Wechselinhaber in Gold bezahlt wurde. Das Geld stammte aus Erträgen aus der bereits fertiggestellten Infrastruktur sowie zusätzlich einer Alkoholsteuer. Birch fährt fort:

»Das Ergebnis des Experiments auf Guernsey fiel eindrucksvoll aus - neue Straßen, neuer Hochwasserschutz und öffentliche Gebäude wurden errichtet, und Handel und Wohlstand blühten als Folge. Vollbeschäftigung wurde erreicht, ein Defizit wurde vermieden und die Preise blieben stabil, alles ohne einen Pfennig an Zinszahlungen. Was als Versuch begann, führte zu einer ganzen Kette von Bauvorhaben, die heute immer noch stehen und in Betrieb sind. Geld wurde in seiner reinsten Form eingesetzt: als geeignetes Schmiermittel für die Maschine des Handelns und der Entwicklung.«

Ähnlich wie Guernsey droht Kalifornien eine »Armut trotz eigentlichen Reichtums«. Der amerikanische Bundesstaat ist die achtgrößte Wirtschaft weltweit, größer als die russische, die brasilianische, die kanadische und die indische Volkswirtschaft. Es verfügt über die entsprechenden Ressourcen, Arbeitskräfte und das technische Wissen, um alles schaffen zu können, was seine Bürger für interessant halten. Es fehlt nur am Geld, diese Projekte in Angriff zu nehmen. Aber Geld ist eigentlich nur ein Tauschmedium, ein Mittel, um Lieferanten, Arbeiter und Kunden zusammen zu bekommen, damit sie Produkte herstellen und austauschen können.

Wie bereits an anderer Stelle erläutert, ist das heutige Geld einfach Kreditgeld. Mit Ausnahme des Münzgeldes wird unser ganzes Geld durch Banken geschöpft, wenn sie Kredite ausgeben. Die derzeitige Krise rührt aus einer „Kreditsperre« her, die in der Wall Street im Herbst 2007 begann. Damals waren die Banken gezwungen, ihr Anlagevermögen neu zu bewerten, nachdem es bei den Bilanzrichtlinien zu Änderungen gekommen war, die eine Abkehr von eher fantasiegeprägten Bewertungen hin zu der »Markt to market«-Regel (die Finanzinstitute zwingt, Aktiva zum Marktwert in ihren Büchern aufzuführen) forcierte. Banken, die vorher noch als solide angesehen waren und über viel Kapital verfügten,das sie als Kredit ausgeben konnten, waren plötzlich knapp bei Kasse. Die Kreditvergabe brach ein, und damit auch die verfügbare Geldmenge.

Es reicht aus, dieses Problem zu verstehen, um zu einer Lösung zu kommen. Wenn eine private Bank Kredite aus ihren Büchern schöpfen kann, kann das erst recht der starke Bundesstaat Kalifornien. Er braucht dazu nur eine eigene Bank zu gründen. In einem Mindestreserven-Kreditsystem können Banken den Kredit in einer Größenordnung ausweiten - oder Geld entsprechend in Form von Krediten schöpfen -, die einem Vielfachen ihrer Einlagen entspricht. Der Kongressabgeordnete Jerry Voorhis erläuterte dies 1973 so:

»Für jeden Dollar oder jede 1,50 Dollar, den die Bevölkerung - oder die Regierung - als Einlage in einer Bank hinterlegen, kann das Bankensystem aus dem Nichts mit einem Federstrich etwa zehn Dollar Buchgeld oder Sichteinlagen schöpfen. Es kann diese gesamten zehn Dollar verzinst solange in Umlauf bringen, wie es über diesen Dollar oder etwas mehr als Stützungsreserve verfügt.«

Diese Zehn-Prozent-Mindestreserve ist heute weitgehend überholt, auch weil die Banken Möglichkeiten gefunden haben, sich ihr zu entziehen. Eine wirksame Begrenzung der heutigen Kreditmenge stellt die Acht-Prozent-Eigenkapitalquote dar, die von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, sozusagen die Spitzenbank des weltweiten privaten Zentralbanksystems im schweizerischen Basel, durchgesetzt wurde. Mit einer Acht-Prozent-Eigenkapitalquote kann ein Staat mit einer eignen Bank seine Staatseinkünfte auf das 12,5-fache ihres Nennwertes in Form von Krediten auffächern (100 : 8 = 12,5). Und da der Staat faktisch der Eigentümer der Bank ist, muss er keine Rücksichten auf Gewinne oder Anteilseigner nehmen. Er könnte Gelder an kreditwürdige Darlehnsnehmer zu sehr niedrigen Zinsen ausgeben, die vielleicht so bemessen werden, dass sie die Verwaltungskosten decken. Und wenn die Bank an den Staat Kredite vergäbe, würde der Staat letztlich selbst die Zinsen einstreichen, wodurch der Kredit eigentlich zinsfrei wäre.

Der Bundesstaat Nord-Dakota, einer von nur drei amerikanischen Bundesstaaten, die derzeit über einen ausgeglichenen Haushalt verfügen, kann als Präzendenzfall für diese Herangehensweise dienen.Nord-Dakota ist nicht nur solvent, sondern weist seinen bisher größten Haushaltsüberschuss auf. Die Bank von Nord-Dakota, die einzige staatseigene Bank in den gesamten USA, wurde 1919 durch das Parlament eingerichtet, um unabhängige Farmer und kleine Geschäftsleute aus den Fängen der Eisenbahnkönige und auswärtiger Banken zu befreien. Per Gesetz muss der Staat seine gesamten Fonds als Einlage in der Bank deponieren und garantiert diese Einlagen. Die von der Bank erzielten Überschüsse und Gewinne fließen dann wieder dem Staatshaushalt zu.

Diese Bank arbeitet als Zentralbank und eng mit privaten Banken zusammen, um Kredite für Farmer, Grundstücksentwicklungsunternehmen sowie Schulen und kleine und mittlere Unternehmen auszugeben. Sie vergibt Kredite zu einem Prozent Zinsen an Farmer, die sich gerade eine Existenz aufbauen, hat eine gut funktionierende Kreditvergabe an Studenten organisiert und erwirbt Kommunalobligationen öffentlicher Einrichtungen.

Betrachtet man die Haushaltszahlen Kaliforniens, so betragen die geschätzten Staatseinahmen für dieses Jahr 128 Mrd. Dollar. Legt man eine Mindestreserve von 10 Prozent zugrunde, könnte Kalifornien 1,28 Bio. Dollar an Krediten ausgeben, wenn es die gesamten Staatseinnahmen als Einlage in der staatseigenen Bank hinterlegte. Das wäre weit mehr als notwendig, um das Haushaltsdefizit von 23 Mrd. Dollar abzudecken. Um sich sozusagen das Geld für den Ausgleich des Haushaltsdefizits zu leihen, wären nur Einlagen in Höhe von 2,3 Mrd. Dollar und etwa 2 Mrd. Dollar an Eigenkapital erforderlich, legt man eine Eigenkapitalquote von acht Prozent zugrunde. Was Sheldon Emry über Nation schrieb, gilt gleichermaßen für Staaten:

»Ebenso lächerlich ist es für eine Nation, wenn sie ihren Bürger erklärt: ,Ihr müsst euren Verbrauch einschränken, weil das Geld knapp ist’, als wenn eine Fluggesellschaft sagte: ,Unsere Flugzeuge sind startbereit, aber wir können Sie nicht an Bord nehmen, weil uns Tickets fehlen’.«

Als »eingetragenes Mitglied« der Bankenelite könnte Kalifornien den ganzen Kredit schöpfen, den der Bundesstaat benötigt, um handlungsfähig zu sein - mit verfügbarem Geld.

Krieg ums Geld: USA gegen Europa?





Von Andreas Popp
Mittwoch, 1. Juli 2009
Warren Buffet spricht von US-Angriffen gegen Europa! / Würden alle Menschen ihr Geld jetzt in Waren und Dienstleistungen eintauschen wollen, wäre das gar nicht möglich, da es eben 12 mal mehr Geld als Werte auf der Erde gibt, die man kaufen könnte.
Warren Buffet, der Mann der die „freien“ Märkte verkörpert, wie kaum ein anderer, spricht in der letzten Zeit sehr oft Klartext über die Schattenseiten der Globalisierung, wobei ich seine Motivation dafür nicht beurteilen kann. Meldet sich bei fortgeschrittenem Alter das Gewissen vielleicht doch des Öfteren?
Die aktuelle Depression der Wirtschaft wird von Buffet sehr deutlich kommentiert. Die inszenierte Finanzkrise, die sich seit langem abzeichnet, sei seiner Meinung nach ein Ausdruck von „finanziellen Massenvernichtungswaffen“ der angelsächsischen Hochfinanz (aus London und New York) gegen Europa, China und den weiteren Rest der Welt.
Das Platzen der Finanzblase war natürlich ein Szenario mit jahrelanger Ansage und einige wirkliche Finanzsystem-Sachverständige (wie einige „Spitzenbanker“) halten sich schon seit längerem „dezent“ von den Börsenspekulationen fern, während man über die Medien als Ablenkungsmanöver natürlich gute Investorenlaune verbreitet.
Die meisten Aktienhändler und Finanzberater haben doch eh schon seit vielen Jahren den logischen Sachverstand der totalen Gier geopfert!
Anders ist es nicht erklärbar, dass nahezu niemand darüber diskutiert, dass die Geldmenge auf dem Globus ca. 12mal höher ist, als die produzierten Waren und Dienstleistungen. Dieser realwirtschaftlichen Größe von ca. 54 Billionen US-Dollar stehen offensichtlich 600 Billionen US-Dollar umherschwirrendes Geld gegenüber, natürlich meistens in Form von Wettscheinen, wie Optionen, Futures, Swaps und anderen Derivaten. In dieser modernen Welt gibt es sogar Derivate, die auf Derivate spekulieren…
Würden alle Menschen ihr Geld jetzt in Waren und Dienstleistungen eintauschen wollen, wäre das gar nicht möglich, da es eben 12 mal mehr Geld als Werte auf der Erde gibt, die man kaufen könnte.
(Für die Börsenspieler: Mir ist natürlich klar, dass diese Rechnung nicht ganz stimmt, da sich z.B. short- und long-Positionen durch die verschiedenen Wettrichtungen aufheben können aber diese Entgegnung wäre auch nur ein Ablenkungsmanöver).
Die neoliberalen Politiker erklären schon seit Jahrzehnten mit ihrem (unfairen um nicht zu sagen menschenverachtenden) Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge, dass daraus überhaupt keine Gefahr droht, im Gegenteil. Um jegliches Risiko zu eliminieren, sollte man das Spiel massiv ausdehnen, was aber nur möglich ist, wenn der Staat endlich die Kontrollen der freien Marktwirtschaft abschafft, besonders des Bankwesens.
Nun ist die Blase mangels Kontrolle entstanden und geplatzt und ausgerechnet die Liberalen sagen, „dass musste ja passieren, bei dieser verfehlten Politik“?!?
Hier werden die Fakten verdreht, dass einem schwindelig wird und auch große Teile der FDP sollten sich in Deutschland bei den Bürgern förmlich entschuldigen, das sie die Situation und deren Lösungen nicht ansatzweise begriffen hatten (oder vielleicht doch(?), was noch schlimmer wäre).
Um es deutlich zu machen, auch die CDU, SPD und die Grünen haben die von der Hochfinanz vorgegebenen Dogmen mit hoher Energie versorgt und füttern nach wie vor dasselbe Spiel. Einzig die Linken vermitteln mir den Eindruck, manche Zusammenhänge zu „erahnen“, wobei die Genossen offenbar nicht erkennen, dass die sozialistischen- oder kapitalistischen Systeme nur der gewünschten Dualität dienen und beide Systeme auf das gleiche Ergebnis hinauslaufen (sollen).
Die britische und/oder die US-amerikanische Hochfinanz haben auf jeden Fall schon lange diesen Crash (der real noch vor uns liegt) eingeplant, denn warum sonst hat man die faulen Kredite und andere Schrottpapiere der US-Banken in Pakete verpackt und dann z.B. über die Deutsche Bank AG an andere europäische Kapitalsammelbecken (Fonds, Lebensversicherungen usw.) verscherbelt?
Der normale Bürger, der in seine Lebensversicherungen, Aktien- oder Rentenfonds usw. für die Altersversorgung anspart, hat dann das Nachsehen, wenn diese beschriebenen Tatsachen herauskommen und die Institute reihenweise in den Konkurs gehen. Selbst wenn es gelingen sollte, diese Phase der Finanzkrise noch einmal zu schieben, bringt das gar nichts, denn dadurch würde man das Crash-Potential nur noch einmal weiter erhöhen.
Aus Indiskretionen der EU Finanzministerkonferenz kam heraus, dass allein die Europäischen Banken sogenannte „toxische“ Papiere im Preis von 18,2 Billionen Euro abschreiben müssten. Diese Zahl verschwindet regelmäßig wieder aus dem Internet. Sollte diese Summe stimmen, wäre das der Beweis, dass die Banken dieser Welt längst tot sind, auch wenn es von den Offiziellen keiner ansprechen darf.
Allein die USA stellen unter ihrem „hochgelobten“ neuen Präsidenten Obama 1 Billion US-Dollar in Form einer „Bad-Bank“ für die Stützung ihrer Banken zur Verfügung. Eine astronomische Summe und doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn jenseits des Atlantiks sehen die Zahlen eher noch schlechter aus.
Zurück zum Thema… Nach dem Angriff der Hochfinanz mit den toxischen Papieren u.a. auf unser „Vereintes“ Europa fordern die Bankensystem-Sprecher nun den Nationalstaat, der dringend auf Kosten der Steuerzahler diese verfehlte globale Geldordnung retten soll.
Diese Tatsache zeigt sehr deutlich, dass sich die Globalisierung als Rohrkrepierer herausstellt, dass müsste nun auch der „verstrahlteste Mainstreamer“ langsam begreifen.
Wenn es darum geht, Arbeitsplätze ins Ausland unter dem Vorwand der internationalen Konkurrenzsituation zu verlagern, beruft man sich auf die Globalisierung, wenn es um das Auslösen von rücksichtslosen oligarchischen Spekulanten der Banken geht, soll der Nationalstaat zahlen.
Eine angepeilte vereinigte Welt unter der Führung einer globalen Regierung kann nur den Todesstoß der verschiedenen Volksstrukturen bedeuten.
Die „kleine“ EU ist nicht einmal in der Lage, eine einheitliche Bankenaufsicht hinzudeichseln, aber wir sprechen von G8 oder G20 Gipfeln, wo sich die Staatsrepräsentanten zur Lösung der Weltprobleme treffen. Es ist einfach nur lächerlich!
Wir sollten uns schnellstens darauf besinnen, wieder regionale Staaten zu formen, die eigenverantwortlich agieren. Es muss Volksentscheide geben, die man natürlich auch ehrlich und gradlinig gestalten kann, wie es früher einmal in der Schweiz üblich war, als man sich noch nicht durch den IWF-Beitritt dem US-Zentrischem Geldsystem unterworfen hatte. Wir müssen die Regionalökonomie und den Schutz der Binnenwirtschaft wiederentdecken, was man in den Medien böswillig als „Protektionismus“ bezeichnet.
Die sozialen Spannungen innerhalb der primitiv zusammengezimmerten EU könnten dramatische Entwicklungen mit sich bringen und die Forderungen für positive Veränderungen können nur an die nationalen Regierungen gerichtet sein. Das EU Parlament, irgendwelche G8 Gipfel oder internationale Ausschüsse werden auch zukünftig keine sinnvollen Entscheidungen im Interesse der Menschen fällen können, das haben sie eindrucksvoll bewiesen.
Der Druck auf die Politiker sollte erhöht werden und zwar in jeder Stadt oder Gemeinde, aber auch an den Regierungssitzen der nationalen Staaten, also Berlin, Paris, Wien usw. Die „demokratischen“ Wahlen bringen da wenig in dieser verfahrenen Situation, denn die Volksvertreter sind längst nicht mehr ihrem Gewissen gegenüber verpflichtet, sondern vor allem den Lobbyisten, in deren Konzerne noch gern ein paar „Aufsichtsratspöstchen“ „mitgenommen“ werden.
Durch eine korrekte Judikative könnte Deutschland wieder zum Rechtsstaat werden, wie wir es meiner Meinung nach zuletzt vor 1914 hatten. Dazu müssten sich die Gerichte streng an die Gesetze halten, statt die Normen permanent nach irgendwelchen Machtvertretern „auslegen“ zu müssen.
Rücksichtslose oligarchische Spekulanten, oder deren Vertreter, wie man sie z.B. in verschiedenen Vorständen diverser privater Großbanken findet, muss die Keule des Rechtstaates genauso treffen, wie Händler von Kinderpornografie oder andere Verbrecher.
Diese Aussagen haben nichts mit „antieuropäischer Propaganda“ zu tun, sondern mit Vernunft! Mir sind meine Freunde in Frankreich, Griechenland, England, Irland usw. im Gegenteil viel zu wertvoll, als dass man sie weiterhin gegeneinander durch die gesteuerte Politik aufhetzen lässt.
Die Abgeordneten der Bundesrepublik Deutschland könnten in einer souveränen Entscheidung nach dem Grundgesetz alle wesentlichen Entscheidungen im Interesse des Volkes treffen. Das kann ganz praktisch aussehen:
  • Man könnte z.B. den genmanipulierten Nahrungsanbau verbieten und gleichzeitig die Stilllegungen von Nutzflächen aufheben, um dort gesunde Landwirtschaft zu betreiben.
  • Man könnte auch wieder eine einheimische Währung einführen und die Binnenwirtschaft damit schützen, was die Dogmatiker als Protektionismus bezeichnen.
  • Die Einführung einer gerechten Geldordnung und eines entsprechenden Bodenrechtes würde ganz schnell alle Probleme beseitigen.
  • und so weiter…
Man sagt uns doch permanent, dass wir ein souveräner Staat wären und eigenverantwortlich entscheiden können. Versuchen wir es doch einfach einmal.

http://www.mmnews.de/index.php/200907013207/MM-News/Kriegs-ums-Geld-USA-gegen-Europa.html

Taliban wurden "importiert"

Investigativjournalist Madsen: Taliban wurden "importiert" um Terrorismus unter falscher Flagge im Irak durchzuführen

Kurt Nimmo
Infowars
30.06.2009


Weitere Beweise sind dafür aufgetaucht, dass die Vereinigten Staaten Terrorismus unter falscher Flagge verüben um im Irak "Ordnung aus Chaos" zu schaffen. Nicht nur hätten die Vereinigten Staaten Talibankämpfer aus Afghanistan eingeschleust, um Zivilisten und US-Soldaten anzugreifen - sie hätten zusätzlich der al-Mahdi Armee von Muqtada al-Sadr erlaubt, Materialien zu importieren um USBV (Unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen) herzustellen, laut dem Investigativjournalist Wayne Madsen, der kürzlich bei Russian Today zu Gast war.

"Ich glaube dies ist nur ein klassischer False-Flag- Terrorangriff,"

sagte Madsen.

"Wir wissen, dass die Vereinigten Staaten eine lange Geschichte mit den Taliban verbindet, die zurückreicht bis zum Krieg in Afghanistan gegen die Sowjetunion."

Madsen erwähnte auch Robin Cook, den britischen Außenminister von 1997 bis 2001, der sagte dass al-Kaida ein Erzeugnis der CIA sei und ursprünglich "die Computerdatei der tausenden von Mudschaheddin," gewesen wäre, "die mit Hilfe der CIA rekrutiert und trainiert worden sind, um die Russen zu schlagen."
Im Mai hatte Pakistans Präsident Asif Al Zardari gesagt, dass die CIA und der ISI [Geheimdienst, Anm. d. Red.] seines Landes die Taliban ins Leben gerufen hätten.

"Ich denke es war ein Teil Ihrer und unserer Vergangenheit, und der ISI und die CIA haben sie zusammen hervorge- bracht,"

sagte Zardari zu NBC. Er sagte, sowohl das US-Militär als auch das pakistanische Militär seien immer noch daran beteiligt, die Taliban zu unterstützen.
Ein von den pakistanischen Taliban abtrünnig gewordener Stammesführer fiel Anfang des Monats einem Attentat zum Opfer. Qari Zainuddin aus der pakistanischen Region Süd-Wasiristan verlautbarte, dass die Gruppe mit dem US-Geheimdienst zusammenarbeite, um das Land zu destabilisieren. Beweise für den False-Flag-Terrorismus der Anglo-Amerikanischen Koalition im Irak kamen 2005 ans Licht, als irakische Behörden zwei britische Agenten der Special Forces festnahmen, die als arabische Zivilisten verkleidet waren und in einem Auto voller Sprengstoff und Waffen herumfuhren.

"Was dieser Skandal bestätigt, und zwar auf eine spektakuläre Weise, ist dass der 'Krieg gegen den Terror' eine Lüge ist. Er war eine Lüge vom hausgemachten 11. September bis heute; eine riesige verdeckte Maßnahme unter Führung der amerikanischen und britischen Regierungen, aufgebaut auf endlosen gefälschten Akten der Geheimdienste und Lügen in Schriftstücken von Downing Street. Zudem bestätigt es, dass die Lüge selbst immer schwieriger zu kontrollieren ist,"

schrieb Larry Chin am 20. Spetember 2005.

Mittwoch, 1. Juli 2009

EU „Das ist Verfassungsbruch“ Die EU ist NICHT demokratisch

„Das ist Verfassungsbruch“

Franz Ludwig Schenk Graf von Stauffenberg Foto: privat

Graf von Stauffenberg, der renommierte Staatsrechtler Dietrich Murswiek hat im Vertrag von Lissabon einen „schwerwiegenden Konstruktionsfehler“ entdeckt und dies letzte Woche öffentlich gemacht.

Beeinflußt dieser Fund Ihre eigene Verfassungsklage gegen Lissabon?

Stauffenberg: Nein, denn die Professoren Murswiek und Kirchhof bestätigen – wenn vielleicht auch aus einem anderen Blickwinkel – das, was wir in unserer Beschwerde bereits vorgetragen haben.

Murswiek spricht von einer „Degradierung“ der nationalen Verfassungen, also etwa des Grundgesetzes, durch den Lissabon-Vertrag.

Stauffenberg: Ja, nur droht diese Degradierung nicht nur, sie wirkt, wie wir belegt haben, laufend, heute schon, und zwar durch Mißbrauch der EU-Verträge ohne Ermächtigung.

Murswiek nimmt an, es handle sich um einen unbeabsichtigten Fehler im Vertragswerk. Steckt tatsächlich keine Absicht dahinter?

Stauffenberg: Weder noch. Bei den europäischen Verträgen, bis hin zu dem kulminierenden Abkommen von Lissabon, mißachten die Bundesregierungen das Grundgesetz absichtlich, weil sie meinen, sie dürften das. Sie berufen sich dabei auf „internationale Vertragsregeln“.

Aber niemand hat den Regierungen Vollmacht gegeben, das Grundgesetz zu entleeren und sich ihrer demokratischen Legitimation zu entziehen. Bundestag und Bundesrat haben vor den Amtsträgern versagt. Ihre Vorstellungen von Political Correctness ersetzt weder Vollmacht noch Recht. Regierungen und Parlamente haben sich als rechtsuntauglich erwiesen.

„Demokratisch und rechtsstaatlich – die EU ist das nicht!“

Sie haben sich selbst ausdrücklich als einen „Freund der europäischen Einigung“ bezeichnet. Warum klagen Sie dann in Karlsruhe gegen den Lissabon-Vertrag?

Stauffenberg: Die friedliche Gemeinschaft der freien Menschen Europas ist notwendig und dringend. Aber was Regierungen und Amtsträger aus ihr gemacht haben, mündet in eine Katastrophe. Und sie beginnt nicht erst in Lissabon.

Inwiefern?

Stauffenberg: Nach dem deutschen Grundgesetz geht „alle Staatsgewalt vom Volke aus“, also von den Bürgern. Die hoheitliche Gewalt, die uns heute aus Brüssel beherrscht, geht dagegen längst nicht mehr „vom Volke aus“. Niemand verantwortet sie gegenüber den Bürgern. So hat in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise der EU-Apparat völlig versagt, sowohl in der Erkennung wie in der Gegensteuerung. Man war nur mit sich selbst beschäftigt.

Wäre die EU ein Staat, so Ihre Analyse, könnte sie nicht Mitglied der EU werden – weil sie ihren eigenen Anforderungen nicht genügt.

Stauffenberg: Mitglied der Europäischen Gemeinschaften – jetzt der EU – dürfen nur souveräne Staaten werden, die selbst freiheitlich, demokratisch und rechtsstaatlich sind. Die Europäische Union ist dies nicht. Ihrer – stetig wachsenden – Hoheitsgewalt fehlt demokratische Legitimation und demokratische Verantwortung. In ihrem Vorrang zermahlt sie die freiheitlichen Demokratien ihrer Mitgliedsstaaten.

Ist die EU also eine Demokratie?

Stauffenberg: Nein, eindeutig nicht. In Europa regieren Konglomerate von Machtteilhabern. Sie sind beweglich strukturiert mit häufig wechselnden Besetzungen. Sie rekrutieren sich aus einem europäischen und 27 nationalen Behördenapparaten – unter der irreführenden Bezeichnung Ministerrat –, oft ergänzt durch „Mitmischer“ aus wirtschaftlichen oder politischen Verbänden und „Delegationen“ des Europäischen Parlaments.

Ihre Entscheidungswege sind erratisch verstrickt, ihre Beschlüsse undurchsichtig, ihre Produkte aber rechtsverbindlich. Ihre fluktuierende Kollektivität gewährleistet die Anonymität der handelnden Personen. Sie garantiert Verantwortungsfreiheit für die Ergebnisse. Dies beschreibt das langjährig eingeübte, durch ständige Wiederholung konsolidierte, vorgeblich „sachgerechte“ Verfahren, das – gutsprachlich zur Political Correctness geschönt – Recht, Verantwortung und Demokratie ersetzt.

„Montesquieu hat in Brüssel keine Chance“

In fünf Wochen sind Europawahlen, kann und wird das Europäische Parlament dies ändern?

Stauffenberg: Nein, aus zwei Gründen: Das Europäische Parlament scheitert als demokratisches Korrektiv, denn ihm fehlt die faire Repräsentation gleicher Bürger und damit das Wesensmerkmal der Demokratie, und weil selbst die in Lissabon erweiterten Rechte des Parlaments ganz und gar überschattet werden von der ungleich stärker wachsenden Übermacht der Kommission, die allein eine legislative Initiative ergreifen darf. Das Parlament darf aus eigenem Impuls nicht einmal seine früheren Fehlentscheidungen korrigieren. Und dieser sind täglich mehr.

Beschreiben Sie damit nicht nur ein Zwischenstadium, aus dem vielleicht schließlich doch eine europäische Demokratie entsteht?

Stauffenberg: Erneut nein, und zwar aus dem zweiten Grund: Die Schieflage der EU ist nicht nur ein Relikt aus dem – zwischenstaatlichen – Werdegang der Gemeinschaften. Sie ergibt sich aus der absichtsvoll gehüteten Interessenlage der nationalen Regierungen. Diese allein waren, sind und bleiben die Verhandlungspartner. Sie haben im – völkerrechtlichen – Transfer nationaler Hoheit die Schmälerung ihrer eigenen Zuständigkeiten ersetzt und überkompensiert durch ihre bestimmende Teilhabe („Partizipation“) an exekutiver und legislativer Überhoheit.

Auch in Lissabon haben die europäischen Regierungen nicht um Demokratie oder um Dezentralisierung, nicht um bürgernahe Subsidiarität oder humane Grundrechte gestritten, sondern um die Stimmgewichte der einzelnen Staatsapparate. Sie beharren auf ihrem Handlungs- und Verhandlungsmonopol, und deshalb auf der Allzuständigkeit ihrer Amtlinge. Montesquieu hat keine Chance.

Sie haben bereits von einem „Ausverkauf des Erbes Montesquieus“ gesprochen.

Stauffenberg: Dem Baron Charles-Louis de Montesquieu verdanken wir das rechtsstaatliche Prinzip der Gewaltenteilung. Sie schützt den Bürger vor Amtswillkür. In unserem Grundgesetz ist sie – unantastbar – vorgeschrieben „durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtssprechung“, wie es dort in Artikel 20 heißt. In Brüssel dagegen ist sie unbekannt. Satt ihrer regiert ein amorphes Konglomerat von Machtteilhabern, das funktionale Verantwortungen ausschließt.

„Zweckverbände einiger souveräner Staaten”

Mit dem Bundestag sind Sie besonders hart ins Gericht gegangen: Für das Verfassungsorgan, dem die Souveränität des Volkes anvertraut ist, ist Ihr früher geäußerter Vorwurf, sich „willfährig und gehorsam“ zu verhalten, besonders ehrenrührig. Was genau meinen Sie damit?

Stauffenberg: Die Europäischen Gemeinschaften sind entstanden als Zweckverbände einiger souveräner Staaten. Sie haben miteinander politisch-wirtschaftliche Teilkomplexe – etwa in den Bereichen Rohstoffproduktion, Atomenergie, Außenhandel – gebündelt. Mitglieder waren nicht Menschen, sondern Staaten. Für sie zuständig, als „auswärtige Beziehungen“, waren die staatlichen Exekutiven, also Regierungen, Beamte, Diplomaten. Dabei ist es bis heute geblieben, obwohl der „Staatenverbund“ immer komplexer wurde. Immer umfangreicher übernahm er die Gesetzgebung, die unmittelbar bis hinein in das tägliche Leben der Menschen greift.

Experten beziffern sie bereits auf achtzig Prozent aller Rechtsregeln. Gesetzesmacher sind der Ministerrat und die Europäische Kommission, also die Funktionäre der – staatlichen und überstaatlichen – Exekutiven. Wo sie entscheiden, hat der Bundestag nichts mehr zu melden. Aber die Abgeordneten, unsere „Volksvertreter“, haben diesem Prozeß zugestimmt. Sie haben sich fügsam entmachtet, weil sie längst verlernt hatten, sich als kontrollierendes Gegengewicht zur Regierung zu verstehen.

Das heißt? –Wie würden Sie also das Verhalten der Bundestagsabgeordneten qualifizieren?

Stauffenberg: Es handelt sich um Verfassungsbruch.

Ist das ein Putsch?

Stauffenberg: Ich sage es in meinen Worten und stelle noch einmal klar: Nicht weil sie Souveränitätsrechte übertragen, verletzten sie die Verfassung. Sie zerbrechen aber weit mehr, weil sie in Europa einen Machtapparat installieren, dessen Akteure weder demokratisch legitimiert sind, noch – rechtsstaatlich kontrolliert – den Bürgern Rechenschaft ablegen.

In Artikel 20 des Grundgesetzes heißt es: „Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“ Ist dieser Zustand nun gegeben?

Stauffenberg: Das Widerstandsrecht verdanken wir den schrecklichsten Erfahrungen aus unserer Geschichte. Niemand sollte es heute als modische Kultware feilbieten. Wir haben das höchste Gericht angerufen, weil wir erwarten, daß es Recht sprechen wird.

Wann wäre der Fall des „Rechts zum Widerstand“ dann gegeben?

Stauffenberg: Fragen Sie das Hellseher oder Spekulanten, nicht mich.

„Warnungen? – Wie Lemminge strömen wir im Schwarm“

Im März 2008 wurde des 75. Jahrestags des NS-Ermächtigungsgesetzes gedacht. Mit Kopfschütteln konstatierten Politiker, Historiker und Journalisten, wie der Reichstag damals so tief habe sinken können. Haben wir in Anbetracht dessen, was Sie schildern, das Recht zu solchem Hochmut? Und: Sehen Sie zwischen beiden Vorgängen gewisse Parallelen?

Stauffenberg: Nein, aber auch nicht das Recht zu falschen Parallelen. Wir sollten uns den gegenwärtigen Problemen stellen und sie nicht mit historisierenden Etiketten bekleben.

Sogar der Präsident des Bundesverfassungsgerichtes, Hans-Jürgen Papier, spricht von einer „Selbstentmachtung der Parlamente“, Altbundespräsident Roman Herzog von einer Gefährdung der Demokratie durch Lissabon. Prominentere Warner kann man sich kaum vorstellen. Warum gibt es dennoch keine Reaktion der Politik?

Stauffenberg: Weil Warnungen stören und die Etablierten beunruhigen. Man hat sich eingerichtet in den Verhältnissen, wie sie sind – parteiübergreifend und Presse inklusive. Und weil sie schon lange so wurden, gilt ihr Werdegang als Maßstab und Gesetz. In der Gesellschaft strömen wir mit den anderen und die anderen mit uns wie Lemminge im Schwarm. Da ist kein Platz für ein nachdenkliches „Wo?“ oder ein besorgtes „Wohin?“

Sie sind selbst Mitglied der Union. Ihre Partei treibt den Lissabon-Vertrag voran. Das heißt, Sie gehören einer Organisation an, der Sie schlimmste Verfehlungen gegen Verfassung und Demokratie vorwerfen.

Stauffenberg: Ich bin der CSU beigetreten, um mitzuwirken, nicht um zu applaudieren oder nachzulaufen. Das ist heute nicht anders als vor 46 Jahren. Mitglieder mit solchem Grundverständnis bräuchten die demokratischen Parteien heute dringender als damals – und zwar alle.

Der bekannteste Lissabon-Kläger ist Ihr Parteifreund Peter Gauweiler. Warum klagen Sie nicht gemeinsam?

Stauffenberg: Wir haben die verschiedenen Organklagen und Beschwerden geprüft, von Peter Grauweiler bis zur „Linken“. Weil sie unsere Sicht und unsere Kritik am Prozeß der europäischen Integration nicht hinreichend spiegeln, haben wir uns zu einer gesonderten Aktion entschieden. Die Sorgfalt unserer Prüfung erklärt auch den späten Zeitpunkt unserer – zusätzlichen – Beschwerde.

Wenn die Klagen tatsächlich doch abgewiesen werden und der Lissabon-Prozeß weiterläuft wie bisher – wie sieht dann die Zukunft aus?

Stauffenberg: Ich bin kein Prophet. Aber keiner von uns hat das Recht, passiv zu erdulden, was Macht mit uns macht. Gefordert sind die Europäer als mündige Bürger, nicht die Weissager und Weggucker.

Franz Ludwig Schenk Graf von Stauffenberg ist neben Peter Gauweiler der prominenteste konservative Beschwerdeführer gegen den Vertrag von Lissabon vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Der Jurist saß von 1976 bis 1987 für die CSU im Deutschen Bundestag und war von 1984 bis 1992 Abgeordneter des Europäischen Parlaments. 1938 wurde er als dritter Sohn Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenbergs, des späteren Kopfes der Erhebung vom 20. Juli 1944, in dessen Garnisonsstandort Bamberg geboren.