Das es so ist, ist eine Binsenweisheit.
Erst mal, .. was ist damit gemeint.
Es beschreibt das Verhalten von mächtigen Menschen, welche strenger als andere von Untergebenen fordern sich an bestimmte Regeln und Normen zu halten, an sich selbst aber diese strengen Masstäbe nicht anlegen, mit all den bekannten Folgen.
Doch warum ist das so ?
Dazu, wie Macht korrumpiert, haben die Psychologen unter der Leitung von Adam Galinsky (Northwestern University in Evanston) einen Test mit Versuchspersonen unternommen, die einmal als Premierminister, das andere Mal als kleiner Beamter ihr eigenes Verhalten und das ihrer Mitmenschen bei Rechtsverstößen beurteilen sollten.
Das führte zu folgenden Ergebnissen: Je mächtiger die Versuchpersonen zumindest im Test waren, desto laxere Maßstäbe legten sie an das eigene Verhalten an und desto strenger urteilten sie über Andere!
Glaubten die Probanden, ihre Machtposition mit Recht bekommen zu haben, waren sie sogar noch bigotter als wenn sie glaubten, "unverdient" nach oben gekommen zu sein.
Menschen mit Macht legen häufig an andere viel höhere moralische Maßstäbe an als an sich selbst. Für diese Aussage liefern die Mächtigen aus Politik und Wirtschaft immer wieder neue Belege: Da predigen Wirtschaftsführer Sparsamkeit und genehmigen sich gleichzeitig großzügige Bonuszahlungen. Politiker geißeln den moralischen Verfall ihres Landes und sind dabei selbst in Korruptionsaffären verstrickt oder fallen privat durch Alkoholexzesse auf. Zwischen solcher Heuchelei und der Macht eines Menschen scheint eine grundlegende Verbindung zu bestehen, sagen nun niederländische und amerikanische Psychologen: In Tests mit Freiwilligen haben sie nachgewiesen, dass sich mit der Machtposition eines Menschen auch die moralischen Kriterien verschieben.

Die "Mächtigen" agieren in erster Linie als "Selbstversorger" und ihre Ansprüche, einen höheren Ganzen ("Gott", "Volk", "Fortschritt", "Sozialismus") zu dienen, kann man getrost als Lüge bezeichnen.
Ihre hehren Ideale, für die sie norden oder morden lassen, sind ihnen spätestens dann egal, wenn sie dem eigenen Ego im Wege stehen. Die Tatsache, dass sie nicht mehr gezwungen sind, aus Not Ordnungswidrigkeiten oder Rechtsbrüche zu begehen, weil sie alles zum Leben Notwendige haben, dürfte die wenigsten dazu bringen, nun "Maß zu halten" und die Gesetze zu befolgen, die sie manchmal selbst beschlossen haben.
Man kann eigentlich niemandem einen Vorwurf machen.
Das gesamte System der repräsentiven Demokratie z.B. beruht darauf die Opposition gegen das System als ganzes unmöglich zu machen, sobald man versucht politisch etwas zu ändern und dank der Wähler auch eine Position erreicht in der das möglich wäre, wird man mit Geld überschüttet und alle nur vorstellbaren Annehmlichkeiten werden einem angetragen.
Man bekommt Referentare und Sekretäre, die Kammerdiener des modernen Adels, eine Flotte von Limousinen und ein gigantisches Spesenkonto. Kein noch so revolutionärer Geist kann dem auf Dauer widerstehen, früher oder später fragt er sich ob er wirklich den Ast absägen soll auf dem er sehr bequem sitzt, nur wegen einer Ideologie und weil es anderen nicht so gut geht.
Es ist eine Selbstschutzfunktion eines korrupten Systems. Wer dagegen ist muss sich einbringen und wer sich einbringt wird korrumpiert.
Deshalb macht es keinen Sinn sich in die Politik einzubringen, solange sich das System nicht ändert. Man
wird sowieso auf Linie gebracht. Egal ob mit Zwang oder indem man den Betroffenen mit Zuckerbrot überschüttet sobald er dem System gefährlich werden könnte.
Wenn man jetzt bedenkt, das diese Experimente auf Macht innerhalb des Systems ausgelegt waren, kann man sich ungefähr ein Bild machen wie weit ein Rothschild oder Bilderberger moralisch von einem normalem Menschen entfernt sind.Welche Arroganz der Macht solche Menschen unterliegen, ist für uns normale Menschen überhaupt nicht vorstellbar.






















